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Health Workers und Hebammen in Sierra Leone

Ein zusätzlicher Schwerpunkt neben dem Gemeindekrankenhaus ist die Ausbildung einheimischer Fachkräfte.
Das westafrikanische Land Sierra Leone zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Der HDI (Index der menschlichen Entwicklung) platziert Sierra Leone auf Rang 182 von 189 und reiht es dementsprechend zu den niedrig entwickelten Ländern. Ausschlaggebend dafür sind der vergleichsweise niedrige Ausbildungsstatus und die geringere Lebenserwartung.

Ein wesentlicher Grund dafür sind die Folgen des Bürgerkrieges, der von 1991 bis 2002 andauerte. Der Krieg forderte zehntausende Todesopfer und rund zwei Millionen Flüchtlinge. Seither ist Sierra Leone mit dem Wiederaufbau und der Aufbereitung der Ereignisse beschäftigt. In den letzten Jahren kehren zudem immer mehr vertriebene Menschen aus den Flüchtlingscamps zurück.

Dem Gesundheitssystem im Land mangelt es an allem: Personal, Ausstattung, Hygiene. Durch die Umstände verzeichnet Sierra Leona eine extrem hohe und weltweit einmalige Mütter- und Säuglingssterblickeit. Durch ein Gemeindekrankenhaus in Serabu, gelegen im Südosten des Landes, versucht Austrian Doctors die Situation zu verbessern. Ärzte aus den Bereichen Chirurgie, Geburtshilfe, Kinderheilkunde und Anästhesie führen rund 17.000 Behandlungen im Jahr durch. Neben der medizinischen Versorgung durch österreichische und deutsche Ärzte, liegt ein Schwerpunkt auch auf der Ausbildung einheimischer Fachkräfte. Sogenannte „Clinical Health Officers" werden zu Health Workers und Hebammen ausgebildet.

Die Ausbildungskosten von einem/einer GesundheitsmitarbeiterIn in Sierra Leone betragen 350 Euro. Austrian Doctors bittet dafür um Spenden.