Mädchenschule Kajiado in Kenia

ADRA will mit der Mädchenschule auch einen kulturellen Wandel erwirken und gegen die unter den Massai weit verbreitete Genitalverstümmelung vorgehen.

Kajiado, 80 km südlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi, liegt im Stammesgebiet der Massai. Hier betreibt ADRA ein Mädchenheim, das Adventistische Bildungs- und Rehabilitationszentrum Kajiado. Das Heim wird nur aus privaten Spenden finanziert.

Die Schule wird von 160 Mädchen besucht, die von Zuhause weggelaufen sind, um einer Zwangsheirat, häuslicher Gewalt oder Genitalbeschneidung zu entfliehen.

Neben dem Ziel, die Rechte der Mädchen zu stärken, soll gleichzeitig ein kultureller Wandel erwirkt werden. Ein alternativer Ritus soll die Genitalverstümmelung unter den Massai beenden.

Während der traditionellen Zeit der Beschneidung, Ende November, werden die Mädchen der Kajiado Mädchenschule für zwei Wochen intensiv darüber unterrichtet, was es heißt, eine Frau zu werden.

Fragen der Gesundheit, Hygiene, Sexualität und Geburt werden durchgenommen und im traditionellen Kontext die Rolle der Frau und Mutter besprochen. Am Ende des Seminars steht eine große Abschlussfeier. In einem Festprogramm mit viel Musik und Ansprachen werden den Mädchen Urkunden übergeben, die ihre Reife zur Frau bestätigen.

Mit den zweckgebundenen Spenden unterstützt ADRA das Schulgeld der gefährdeten Mädchen.
26.04.2017