Mädcheninternat im Kongo

Das Projekt will den Bildungszugang für Mädchen aus extrem armen Familien verbessern.

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo ist jung und arm. Der Human Development Index des zweitgrößten afrikanischen Staates zählt im Jahr 2014 mit jenem von Niger zu den weltweit niedrigsten und zeugt somit von prekären Werten in den Bereichen Lebenserwartung, Bildungs- und Lebensstandards.

In dem Dorf Kipushya, im Südosten des Landes, gibt es wenig. Den BewohnerInnen stehen weder ein Telekommunikationsnetz noch Straßenverbindungen zur Verfügung. Das Leben im abgelegen Dorf ist von selbstversorgender Landwirtschaft und Tauschhandel geprägt. Von den jungen BewohnerInnen des Dorfes, die Mehrheit ist unter 15 Jahre alt, haben nur 30 Prozent Zugang zu Schulbildung. Ohne dieser sind die Zukunftsperspektiven besonders rar.

Um auch Kindern aus den abgelegenen Dörfern der Umgebung Schulbildung zu gewähren, errichtete Pater Johann Kiesling der Salesianer Don Boscos das Jungendinternat für 50 Burschen und renovierte die dorfeigene Schule in Kipushya. Um in Zukunft auch den benachteiligten Mädchen der Region Schulzugang zu ermöglichen, soll nun auch ein Mädcheninternat erbaut werden, in dem rund 30 Schützlinge wohnen und zur Schule gehen können.
10.03.2017