Basisbildung für Flüchtlings- und Migrantenkinder

Das "Beth Aleph" Vorschulprojekt in Beirut bietet Flüchtlings- und Migrantenkindern die Möglichkeit einer schulischen Basisbildung.

Mit seinen 10.452 Quadratkilometern Landesfläche ist der Libanon nur um rund 1.000 Quadratmeter größer als Kärnten, dennoch flohen laut UNHCR bis Ende 2016 über eine Million syrische Kriegsflüchtlinge in den Libanon. Zusätzlich leben weitere Flüchtlinge aus den Palästinensischen Gebieten sowie kurdische und irakische Flüchtlinge in libanesischen Flüchtlingslagern, in selbstgebauten Unterkünften oder auf der Straße.

Viele der Flüchtlinge oder MigrantInnen haben keine Arbeitsbewilligung und können zumeist nur unregelmäßig und illegal einer Arbeit nachgehen. Die Betroffenen müssen oft hohe Mieten zahlen, da ihnen keine andere Wohnmöglichkeit zur Verfügung steht. Selbst medizinische Behandlungen sind für die Flüchtlinge oft nicht leistbar und die Schulbildung für ihre Kinder, die meist keine staatlichen Schulen besuchen können, unbezahlbar.

Um den Flüchtlings- und Migrantenkindern den Zugang zu einer Grundschulbildung zu ermöglichen und ihnen somit einen Einstieg ins libanesische Schulsystem und folglich bessere Zukunftschancen zu gewähren, wurde durch die Unterstützung der Caritas Salzburg in Kooperation mit den libanesischen Projektpartnern das "Beth Aleph" Vorschulprojekt ins Leben gerufen.

Über 70 lernfreudige Buben und Mädchen besuchen die Grundschule in Beirut und werden mit den von der Caritas bereitgestellten Unterrichtsmaterialien in fünf Klassen unterrichtet. Dank der Unterstützung erhalten die Kinder täglich eine warme Mahlzeit. Um für die Nachhaltigkeit des Projekts zu sorgen, werden die Familien zudem sozial begleitet. Mit 120 Euro wird einem Kind das Schulmaterial für ein Jahr finanziert, 25 Euro im Monat verhelfen einem Buben oder Mädchen zu einer täglichen warmen Mahlzeit.
13.04.2017