Frauenhaus im Libanon

Ist ein Zufluchtsort für misshandelte ausländische Hausmädchen, die oftmals keine Papiere haben.

Ärzte ohne Grenzen #NotATarget Kampagne © Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF)
Neben den unzähligen Flüchtlingen, die vor Kriegen und Katastrophen aus ihren Heimatländern fliehen, leben auch an die 250.000 Arbeitsmigranten und -migrantinnen im Libanon. Oft sind es aus sehr armen Verhältnissen stammende Frauen, die im Libanon nach Arbeit suchen, um für ihre Familien Geld zu verdienen.

Die Migrantinnen kommen über spezielle Agenturen ins Land und arbeiten als Hausmädchen. Meist besitzen die Frauen keine Arbeits- oder Aufenthaltsbewilligung oder sie verlieren diese, wenn sie vor der Ausbeutung und Misshandlung ihrer Arbeitgeber fliehen.

Um den Frauen und ihren Kindern Schutz und Zuflucht zu bieten, ihnen außerdem durch rechtliche Unterstützung aus ihrer verzweifelten Lage zu helfen, wurde das Frauenhaus nördlich von Beirut errichtet. Die Flüchtlingsfrauen und Arbeitsmigrantinnen erhalten durch die HelferInnen der Caritas Salzburg die notwendige medizinische und psychologische Betreuung und wichtige aufklärende Informationen. Durch Unterstützung der Caritas kann mit 85 Euro im Monat die Verpflegung und Unterbringung einer Frau sichergestellt werden.
13.12.2016