Lernhilfe für benachteiligte Kinder

280 Kinder aus 33 indigenen Dorfgemeinschaften Indiens sollen durch außerschulische Unterrichtseinheiten die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erhalten.

Dalits (oft auch als "Kastenlose" bezeichnet), Ureinwohner und Angehörige der untersten Kasten werden in Indien von der Gesellschaft diskriminiert und benachteiligt. Nicht selten bleibt den Kindern dieser Bevölkerungsgruppen jegliche Schulbildung verwehrt. Meist sprechen die Burschen und Mädchen die Unterrichtssprache nur ungenügend und werden schlecht behandelt, was wiederum häufig den Schulabbruch zur Folge hat.

Fünf indische Hilfsorganisation setzen sich in den Dörfern der Bundesstaaten Maharashtra und Karnataka für diese benachteiligten Kinder ein und ermöglichen ihnen durch intensiven Nachhilfeunterricht den langfristigen Ausbruch aus Benachteiligung und Armut. Das aktuelle Projekt umfasst 33 Dörfer der Bezirke Yavatmal, Renapur, Latur, Mukhed und Chittapur.

Insgesamt 840 Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren sollen von den außerschulischen Unterrichtseinheiten profitieren, die sechs Tage die Woche vormittags oder nachmittags für je zwei Stunden in allen Dörfern angeboten werden. Mithilfe von Aufklärungsarbeit hinsichtlich der Wertigkeit von Bildung, Wissensvermittlung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Gleichberechtigung und auch durch Aktivitäten wie Spiele, Wettbewerbe und Sport werden die Kinder motiviert die Schule weiterhin zu besuchen. Mobile Büchereien gewähren zudem sowohl den Jungen als auch den Erwachsenen lokalen Zugang zu Wissen.

Der Entwicklungshilfeklub möchte den benachteiligten Dorfgemeinschaften unter die Arme greifen und sich mit 2.620 Euro an den Projektkosten beteiligen. Dadurch werden Gehälter der Lehrkräfte finanziert und Kosten für die Projektkoordination abgedeckt, wovon laut Entwicklungshilfeklub konkret 280 Kinder im Schuljahr 2019/20 profitieren werden.
08.08.2019