Langfristige Katastrophen-Schutzmaßnahmen

Die Naturkatastrophen der letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass in Haiti dauerhafte Maßnahmen gesetzt werden müssen, um die verheerenden Auswirkungen künftiger Katastrophen zu verringern.

Das Erdbeben von 2010, Hurrikan Sandy im Jahr 2012 und im Oktober 2016 Hurrikan Matthew. Seit sieben Jahren versorgen und unterstützen Hilfsorganisationen die krisengeplagte Bevölkerung Haitis. Denn Epidemien bedrohen all jene, die von den Naturkatastrophen verschont geblieben sind: Weil die Wasserversorgung zusammenbrach und die Gewässer verseucht waren, erkrankten nach dem Erbeben von 2010 etwa 700.000 Menschen an der Cholera, rund 8.000 kamen ums Leben.

Die von der Diakonie Katastrophenhilfe geförderten Projekte zur Soforthilfe und dem Wiederaufbau konnten mittlerweile abgeschlossen werden. So wurden auch erdbebensichere Wohnhäuser und Notunterkünfte in Grand Gosier, Cotes-de-Fer und Anse-à-Pitre errichtet, die bei künftigen Naturkatastrophen jeweils bis zu hundert Personen beherbegen können. Etliche Aufforstungsprogramme haben seither Überschwemmungen und Schlammlawinen erfolgreich verhindert.

Projekt "Stärkung der Resilienz in Baudin bei Port-de-Paix"

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt weiterhin ihren lokalen Partner Groupe d’Appui au Développement Local (GADEL). Als einkommensschaffende Maßnahme erhalten Familien aus der Region Baudin (rund um Port-de-Paix) Ziegen. Zudem wird ein Frühwarnsystem eingerichtet, von dem insbesondere jene Familien profitieren sollen, deren Wohnsitze höchst risikogefährdet sind. Um auch die Böden in dieser Region zu stabiliseren, werden in einem dritten Schritt Maßnahmen zur Verhinderung von Erosion gesetzt.
14.03.2017