Laafi

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© Walter Grösel

Der Verein finanziert Gesundheitsprojekte in Burkina Faso.

"Wir wollen nicht die Caritas werden!", sagt Helge Fahrnberger, einer von drei Vorständen des Vereins Laafi. "Wir haben nicht das Ziel, jemals Mitarbeiter anzustellen, zu einer großen, nicht ehrenamtlichen Organisation zu werden. Wir wollen es weiterhin in unserer Freizeit machen."

Der Verein Laafi finanziert seit 1994 Gesundheitsprojekte in Burkina Faso. Das Wort Laafi stammt aus der Sprache der Mossi, der bevölkerungsreichsten Ethnie in Burkina Faso, und bedeutet "Gesundheit", es wird im westafrikanischen Land als Grußwort verwendet.

Laafi-Vorstand Helge Fahrnberger gründete auch den Medienwatchblog Kobuk, der über Fehler anderer Medien schreibt. Ganz nach diesem Grundsatz nimmt Laafi das selbst in die Hand: auf der Homepage werden fünf Projekte beschrieben, die nicht so liefen, wie sich das der Verein vorgestellt hat.

Die Arbeit von Laafi konzentriert sich auf die ländlichen Gebiete Burkina Fasos, in denen die Gesundheitssituation besonders schlecht ist. "Wir arbeiten dabei mit lokalen Partnern aus den Projektdörfern zusammen, die die Projekte initiieren, umsetzen und zum Teil auch mitfinanzieren." Spitäler in entlegenen Gegenden, so genannte Buschspitäler, sind oft nicht in der Lage, für dringend benötigte Investitionen zum Erhalt des Betriebs selbst aufzukommen.

Erst im Oktober 2017 konnte Laafi so etwa zwei Kleinspitäler im Süden Burkina Fasos durch Solarpanele mit Strom versorgen, wodurch diese erstmals auch Nachts betrieben werden können. Die Gesamtkosten betrugen 10.600 Euro.

Wie der Verein arbeitet? In den Worten von Laafi: "Wir unterstützen sie, indem wir:
  • uns mit den Vertretern vor Ort zusammensetzen und ihnen helfen, ihre Probleme zu formulieren, untereinander zu diskutieren und Ideen in die Tat umzusetzen
  • die Finanzierung von Aktivitäten übernehmen
  • die Umsetzung beratend begleiten
  • die Ergebnisse evaluieren und kontrollieren
  • gelebte Erfahrung aus früheren Projekten an andere lokale Projektpartner weitergeben"

Im Jahr 2013 wurden 46.000 Euro für Laafi gespendet. Ab 2007 war der Verein berechtigt, das Österreichische Spendengütesiegel zu führen, seit 2014 wird die Spendengütesiegelprüfung jedoch "aus Gründen des Aufwandes pausiert". Spenden an Laafi sind nicht von der Steuer absetzbar.
29.01.2018