Krisenzentrum und Bildungsangebot für Frauen in Nepal

Mädchen und Frauen aus armen Verhältnissen sind in Nepal oftmals von Bildung und Gesundheitsversorgung abgeschnitten.

Über 200 Mitglieder zählt Nepal Mahila Bishwasi Sangh (NMBS) mittlerweile; eine Organisation mit Sitz in Kathmandu, die sich seit 1993 der Verbesserung der Lebensbedingungen nepalesischer Frauen widmet. Wie die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung berichtet, hätten Mädchen und Frauen nicht annähernd den selben Status in der Gesellschaft: Arme Familien würden daher bevorzugt in die Zukunft ihrer Söhne investieren, besonders in puncto Bildung und Gesundheitsversorgung.

Im NMBS-Krisenzentrum erhalten vor allem Mädchen und Frauen Soforthilfe, die aus einer aussichtslosen Lage ausgebrochen sind. Der Verein bietet ihnen Obhut, übernimmt Arztkosten und organisiert Ausbildungsprogramme. So wird in gemeinsamen Trainingseinheiten das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt und sie können sich in wirtschaftlichen Belangen fortbilden, um auf ein selbstbestimmtes Leben besser vorbereitet zu sein. Jüngeren Frauen und Mädchen wird ein höherer Schulabschluss ermöglicht.

Das wachsende NMBS-Netzwerk ist aber nicht nur im Krisenzentrum in der Hauptstadt Kathmandu, sondern auch in den abgeschiedenen Regionen des Landes aktiv. Nachdem die Frauen ein pädagogisches Training absolviert haben, bringen sie anderen Dorfbewohnerinnen das Lesen und Schreiben bei. Sie klären unter anderem über Krankheiten und Verhütungsmethoden auf und vermitteln zusätzliche Möglichkeiten zur (agrarischen) Einkommensbeschaffung.

Seit 2010 fördert die Aktion Familienfasttag die Bemühungen von NMBS, aktuell mit Spendengeldern in Höhe von 53.700 Euro.
20.11.2017