Ein Kinderdorf in Ashaiman, Ghana

Bedürftige Buben und Mädchen, die als Waisen oder Sozialwaisen in dem Slum von Ashaiman leben, sollen im Kinderdorf der Salesianer Don Boscos ihr neues Zuhause finden.

Rund 20 Kilometer entfernt von Accra, der Hauptstadt Ghanas, liegt die von einem außerordentlichen Bevölkerungswachstum geprägte Stadt Ashaiman, deren Bewohner sowohl von Arbeitssuchenden des Landesinneren als auch von Flüchtlingen aus benachbarten Konfliktgebieten geprägt ist. Viele der Zugereisten sind Kinder und Jugendliche, die meist ohne ihre Eltern auf der Straße oder in Ashaiman, Ghanas größtem Slum, leben.

Die Salesianer Don Boscos initiierten mittels der Unterstützung von Jugend Eine Welt ein Kinderdorf samt Schul- und Sportkomplex sowie einem Kinderschutzzentrum in Ashaiman, in dem bedürftigen Buben und Mädchen ein liebevolles Zuhause in einem familiären Umfeld geboten wird. Die jungen Menschen sollen abseits des Slums die Chance auf eine Grundschulbildung erhalten, ihnen werden täglich warme Mahlzeiten und eine medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Salesianer Don Boscos erhalten die Kinder und Jugendlichen darüber hinaus eine nachhaltige Unterstützung durch den späteren Besuch eines Don Bosco Berufsbildungsinstituts und eine langfristig begleitende Betreuung. Die Pfleger und Pflegerinnen der Don Bosco Institutionen legen besonderen Wert auf die bestmögliche Förderung der individuellen Entwicklung der Kinder.

Innerhalb des Kinderdorfes wurden bereits eine Grundschule, ein Kindergarten, eine Bibliothek, ein Computersaal, das erste Gebäude mit Schlafräumen, eine Krankenstation, Küche und Speisesaal sowie ein Wasserreservoir fertiggestellt. Nach dem Zubau einer Sekundarschule, soll der Schulkomplex insgesamt 600 Kindern aus dem benachtbarten Mädcheninternat der Don Bosco Schwestern und des Kinderdorfes Zugang zu Grund- und weiterführender Schulbildung ermöglichen.

Für den Bau der weiterführenden Schule und einer anliegenden Multifunktionshalle sowie für den Ausbau des Kinderschutzzentrums mit einem Gebäude für das Betreuungspersonal, einer Mehrzweckhalle, einer Abwasseranlage und einer unabhängigen Stromversorgung ist Jugend eine Welt dringend auf Spenden angewiesen.
13.04.2017