Einen Monat nach dem Beben

Über einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben kehrt für die traumatisierten Kinder Nepals ein wenig Normalität ein.

Ungeduldig warteten die Kinder bereits darauf: Fünf Wochen nach dem Erdbeben öffneten am Sonntag zum ersten Mal wieder jene Schulen, die dem Beben standhalten konnten. Ein Großteil des Unterrichts findet jedoch in Zelten und temporären Lernzentren statt, denn in den am stärksten betroffenen Regionen sind über 90% der Schulgebäude komplett zerstört oder stark einsturzgefährdet.


Noch bleibt die Angst vor weiteren Nachbeben bestehen. Die psychischen Folgen sind groß, unzählige Kinder als auch Erwachsene leiden an Traumata. Aus diesem Grund beschloss das Bildungsministerium Kathmandus, Lehrer und Lehrerinnen in psychosozialen Schulungen weiterzubilden, damit den Schulkindern umfassende Hilfe geboten werden kann.

In Anbetracht der rund 985.000 Kinder, die auch gestern noch nicht wieder am Unterricht teilnehmen konnten, muss noch einiges getan werden, um dem nun hohen Risiko eines Schulabbruchs entgegenzuwirken; weitere temporäre Lernzentren - 137 für fast 14.000 Kinder stehen bereits - sollen rasch aufgebaut werden.
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Aufbau von Notunterkünften in Chuatara, Nepal. © International Organization for Migration - IOM 2015

Im Wettlauf gegen die Zeit

An erster Stelle stehen immer noch Notunterkünfte, um möglichst allen Menschen Schutz vor dem nahenden Monsun zu gewähren. Ärzte ohne Grenzen erhöhte die Anzahl der Helikopter-Flüge, um möglichst viele Familien mit Zelten und Planen auszustatten. Über 10.000 Haushalte in abgelegenen Dörfern konnten die Teams von Ärzte ohne Grenzen so bislang mit Notunterkünften versorgen.
 
Eine zusätzliche Hürde sind die fehlenden finanziellen Mittel, so das Amt für die Koordinierung Humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UNOCHA) in einer Presseaussendung vom 25. Mai. Erst 22% der benötigten Hilfsmittel seien bis dahin eingelangt, dringend wird weiterhin um Spenden gebeten.

Erdbeben in Nepal

Am 25. April erschütterte ein schweres Erdbeben mit der Stärke 7,8 den Himalaya-Staat. Unzählige Nachbeben folgten, darunter das stärkste am 12. Mai mit einer Magnitude von 7,3. Rund 8.500 Menschen kamen ums Leben, mehr als 500.000 Häuser wurden zerstört. Das Nachbeben forderte rund 150 Todesopfer und zahlreiche bereits beschädigte Häuser kamen zum Einsturz.

Österreichische NGOs leisten Nothilfe

Caritas Österreich bietet für Spender zwei Nothilfepakete an: Ein Paket mit Zeltplanen, Decken und Moskitonetzen kostet 39 Euro, ein Lebensmittelpaket mit Reis, Bohnen und Kartoffeln 36 Euro.
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004 (BAWAG-PSK), IBAN: AT03 1200 0006 9628 5519 (Bank Austria). Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt das Nepalesische Rote Kreuz und internationale Rotkreuz-Helfer bei Berge- und Rettungsarbeiten.
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144. Kennwort: "Erdbeben Nepal"

"Ziel ist es jetzt, die Überlebenden möglichst schnell mit Wasser, Nahrung und Medikamenten zu versorgen", schreibt die Diakonie.
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

ADRA verteilt Zelte und Planen und bittet um Geldspenden.
IBAN: AT37 1100 0086 1666 6700

Jugend Eine Welt bittet auch um Spenden. "Mit 450 Euro schenken Sie einer fünfköpfigen Familie ein Essenspaket für einen Monat." Auch mit weniger Geld ist geholfen: "Mit 15 Euro schenken Sie einer fünfköpfigen Familie sauberes Trinkwasser."
IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000, Kennwort: "Nothilfe Nepal"

Das Motto der Volkshilfe: Jetzt helfen.
IBAN: AT77 6000 0000 0174 0400, Kennwort: "Nepal" bzw. Zahlungsreferenz: 4150310

"Dringend um Ihre finanzielle Mithilfe" bittet der Entwicklungshilfeklub. 190 Euro kostet ein Familienzelt in Kathmandu. Projektpartner Oxfam ist vor Ort.
IBAN: AT95 2011 1310 0540 5150, Kennwort "Nepal"

Phase Austria ist auf Nepal spezialisiert. "Zwei der Bezirke, in denen wir Projekte betreiben, gehören zu den am schwersten zerstörten Bezirken Nepals." Die Mitarbeiter in Nepal versuchen das Notwendigste für die Erdbebenopfer zu organisieren.
IBAN: AT08 2011 1287 6388 9200

Die zehn SOS-Kinderdörfer in Nepal blieben vom Erdbeben verschont. Kinder, die ihre Eltern verloren haben, werden vorübergehend aufgenommen, traumatisierte Kinder psychologisch betreut.  
IBAN: AT62 1600 0001 0117 3240, Kennwort: "Nothilfe für Nepal"

"Wir müssen den Menschen rasch helfen. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende", erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreich.
IBAN: AT97 1200 0006 5412 2001, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Care plant, 75.000 Menschen mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und Latrinen zu versorgen. Über 150 Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation sind bereits vor Ort und aktiv am Hilfseinsatz beteiligt.
IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Unicef ist seit 40 Jahren in Nepal vor Ort. Nach neuesten Schätzungen brauchen 1,7 Millionen Kinder dringend Hilfe.
IBAN: AT46 6000 0000 0151 6500, Kennwort: "Nothilfe Nepal"

Auch die Dreikönigsaktion ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer auf:
IBAN: AT23 6000 0000 9300 0330, Kennwort: "Erdbebenhilfe Nepal"

Das Hilfswerk unterstützt lokale Partnerorganisationen und plant bereits ein Hilfsprojekt, bei dem Familienbetrieben bei ihrem Neustart unter die Arme gegriffen wird.
IBAN: AT31 3100 0000 0037 0700, Kennwort: "Erdbeben-Hilfe Nepal"

Erste Hilfe für die Überlebenden leistet World Vision.
IBAN: AT22 2011 1800 8008 1800, Kennwort: "Nepal"

Ein Erkundungsteam in das Katastrophengebiet entsenden die Johanniter:
IBAN: AT30 1200 0006 8404 7707, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Die Malteser schicken Medikamente und medizinisches Material ins Katastrophengebiet.
IBAN: AT85 1920 0615 2372 3030, Kennwort: "Erdbeben Nepal"

Um Spenden für seinen Projektpartner vor Ort bittet Familienfasttag.
IBAN: AT86 6000 0000 0125 0000, Kennwort: "Nepal"

Franzhilf unterstützt Erdbebenopfer durch das Partnerhilfswerk, die Missionszentrale der Franziskaner, mit Medikamenten, Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Decken.
IBAN: AT79 1919 0000 0022 4022, Kennwort: "Nepal"

"Dank der großen Unterstützung ist dieser Einsatz bereits finanziert. Wir können daher leider keine zweckgebundenen Spenden für Nepal mehr annehmen", schreiben die Ärzte ohne Grenzen.

Plan bietet Wiederaufbau-Patenschaften, die Soforthilfe als auch langfristige Unterstützung für betroffene Kinder in Nepal ermöglichen. Auch für die allgemeine Nothilfe kann gespendet werden.
IBAN: AT08 3100 0001 5097 8261, Kennwort: "GNO1505 Nepal"
01.06.2015