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Ebola-Behandlungszentren der Ärzte ohne Grenzen

Nach Eindämmung der Epidemie in Westafrika sind die Ärzte ohne Grenzen seit 2018 in der Demokratischen Republik Kongo aktiv.
Von 2014 bis 2016 war Ärzte ohne Grenzen in Westafrika im Einsatz, behandelte PatientInnen und sorgte für eine Sensibilisierung der Bevölkerung, um neue Ausbrüche des Virus schnell eindämmen zu können. Im Laufe der Epidemie erkrankten rund 30.000 Menschen in den betroffenen Ländern Guinea, Libera und Sierra Leone. Über 10.000 Menschen kamen ums Leben. Heute weiß man: es war der bislang größte Ausbruch des Ebolafiebers.

2018 dann der nächste Rückschlag: erneut treten Fälle des Ebolavirus auf, nun in der Demokratischen Republik Kongo. Bis dato konnte die Epidemie nicht unter Kontrolle gebracht werden (Stand: Februar 2020).

Aktivitäten im Kampf gegen Ebola

Nach dem erneuten Ebola-Ausbruch in den Provinzen Equateur, North Kivu und Ituri in der Demokratischen Republik Kongo werden seit Mai 2018 Behandlungszentren in der Millionenstadt Mbandaka und Butembo errichtet und die Aktivitäten permanent ausgebaut. Ärzte ohne Grenzen versucht durch die Einrichtung einer Isolationszone die Verbreitung des Virus im frühen Stadion zu stoppen und den zweitschwersten Ebola-Ausbruch seit der Geschichte unter Kontrolle zu bringen.

Erneut sind MitarbeiterInnen von Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. Sogenannte Rapid Response Teams stehen bereit, um auftretende Fälle umgehend zu behandeln. Weitere Teams von Ärzte ohne Grenzen kümmern sich um die Nachverfolgung von Kontaktpersonen Infizierter, leisten Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und trainieren Teams von Gesundheitszentren im Bereich Infektionskontrolle. Zudem sind Ärzte ohne Grenzen an Studien über Ebola-Medikamente beteiligt.

In diesem Rahmen wurde auch eine Ring-Impfung gestartet. Gesundheitspersonal und Menschen, die mit Infizierten in Kontakt gekommen sind, werden auf freiwilliger Basis mit einem neuen Impfstoff geimpft. Da der Impfstoff noch nicht offiziell zugelassen ist, wird die Impfaktion im Rahmen eines Studienprotokolls streng überwacht.

Spendenhinweis

Die einzelnen Einsätze von Ärzte ohne Grenzen können nicht seperat unterstützt werden. Die Organisation verteilt die Spendeneinnahmen nach Bedarf.