Ebola

(abgeschlossenes Projekt)

Spendenaufruf für Afrika - denken Sie noch an hungernde Menschen oder schon an Ebola?

Ebola ist der Name eines kleinen Flusses in der DR Kongo. 1976 trat an seinen Ufern erstmals eine infektiöse Fiebererkrankung auf, die danach benannt wurde und heute weltweit Angst und Schrecken verbreitet: das Ebolafieber. Bis heute sind fünf verschiedene Stämme des auslösenden Ebola-Virus bekannt. Je nach Typ sterben 25 bis 90 % der Erkrankten.

Die jetzige Epidemie brach im Dezember 2013 in Westafrika aus. Bis Anfang Jänner starben mehr als 8.200 Menschen an Ebola.

Die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone sind besonders betroffen, in diesen Ländern verbreitet sich das Virus großflächig und intensiv. Die Gesundheitssysteme der Staaten sind schlichtweg kollabiert, ausländische Hilfe unabdingbar, um diese tödliche Krankheit einzudämmen.

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit aller Hilfskräfte vor Ort - neben der medizinischen Betreuung der Erkrankten - ist Aufklärung, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Gerade die Begräbnisrituale der Region, wie die Waschung der Toten, sind die Hauptursache neuer Infektionen.

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt mit diesem Projekt die Tätigkeiten des IKRK (Internationales Komitee des Roten Kreuzes) vor Ort. Der Wiener Arzt und erfahrener Katastrophenhelfer des Österreichischen Roten Kreuzes, Dr. Michael Kühnel, war zum Beispiel auch vor Ort im Einsatz.

In Kenema, sechs Stunden von Sierra Leones Hauptstadt Freetown entfernt, betreibt das Rote Kreuz ein Ebola-Behandlungszentrum. Das 19-köpfige medizinische Personal kommt aus der ganzen Welt. Gemeinsam mit 80 lokalen Rotkreuz-Kollegen nehmen sie den Kampf gegen das Virus auf. 60 Ebola-Patienten können hier in der vollen Ausbaustufe behandelt werden.

 
01.10.2014