Integrationshaus

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© Walter Grösel

Betreut seit 1995 AsylwerberInnen und Flüchtlinge in Wien.

Die wichtigsten Anliegen des Integrationshaus sind: Flüchtlinge zu schützen, ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen, sie angemessen unterzubringen und ihnen ihren Bedürfnissen entsprechende Beratungs-, Betreuungs- und Bildungsmaßnahmen anzubieten.  

Personen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf - wie Traumatisierte, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, psychisch und physisch Kranke - werden besonders berücksichtigt. Insgesamt konnten im Jahr 2015 5.257 Menschen im Integrationshaus Unterstützung finden.

116 Menschen arbeiten in den Beratungs-, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen des Integrationshauses, zusammen sprechen sie mehr als 40 verschiedene Sprachen. "Diese Vielfalt macht das Potenzial des Integrationshauses aus", betont Gabi Ecker vom Integrationshaus gegenüber spendeninfo.at: "Im Integrationshaus wird allen Sprachen derselbe Wert beigemessen. Mehrsprachigkeit wird als Kompetenz gesehen und aktiv gefördert."
 

Arbeitsschwerpunkte

Zur psychosozialen Betreuung im Integrationshaus gehören das Wohnheim mit der Bezugsbetreuung, der psychologischen Intensivbetreuung und die speziellen Kinderprojekte sowie die Buddyausbildung.  

In der Sozialpädagogik werden Kinder und Jugendliche, vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, in drei Wohngemeinschaften betreut.

In der Beratung ist die Beratungsstelle für AsylwerberInnen und Flüchtlinge in der Grundversorgung und die unabhängige Rechtsberatung angesiedelt. Auch Gratissprachkurse für Asylsuchende, die über Spendengelder finanziert werden, werden angeboten.

Im Bildungsbereich gibt es Maßnahmen in der Sprach- und Basisbildung und Projekte, die eine Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen.

In der Ausbildungsberatung werden Jugendcoaching- und Jugendarbeitsassistenzprojekte durchgeführt.

Zu den Kooperationsprojekten gehört der mehrsprachigen Kindergarten.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld des Integrationshauses ist die Lobbyarbeit für die Zielgruppen. Der Verein erstellt Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen, führt Gespräche mit politischen EntscheidungsträgerInnen, nimmt Teil an Diskussionsveranstaltungen und Pressekonferenzen, realisiert Konferenzen, Kampagnen, Veranstaltungen, Bildungs- und Begegnungsprojekte.

Dadurch versucht das Integrationshaus, die Verbesserung von rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen zu erwirken und die mangelhafte Ressourcenlage der Zielgruppen zu verbessern.

Ein Fixpunkt ist seit vielen Jahren der Wiener Flüchtlingsball. Klassische Kleiderordnung gibt es am Flüchtlingsball keine. "In der Micky Maus hat das 'Komm wie du bist Party' geheißen", sagt Willi Resetarits, Ehrenvorsitzender des Vereins, über den Flüchtingsball.

Spenden an das Integrationshaus sind steuerlich absetzbar, man verfügt zudem über das Spendengütesiegel.


*Infokasten: Die Personalkosten ergeben sich anteilig aus Projektausgaben, Spendenwerbung und -verwaltung.
16.08.2016