Integration statt Isolation

In der Demokratischen Republik Kongo müssen Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung am Rande der Gesellschaft leben.

Ausgestoßen von der Gesellschaft, abhängig von Almosen ihres Umfelds, ist es ein Leben in extremer Armut.

Dieses Projekt der Caritas in drei Diözesen (Kongolo, Kalemie und Kolwezi) im Südosten der DR Kongo versucht die Ausgrenzung der Menschen mit Behinderung zu vermindern. Eine Kampagne zum Thema "Menschen mit Behinderung" soll hierfür sensibilisieren und Tabus aufbrechen.

Menschen mit einer körperlichen Behinderung wird durch orthopädischen Behelfen wie Prothesen auch konkret geholfen. 120 Euro kostet die Herstellung einer solchen.

Zudem wurden 20 Vereine gegründet, die sich an Menschen mit Behinderung richten. Die Hälfte dieser Vereine gründete Betriebe, in denen Menschen mit besonderen Bedürfnissen angestellt sind und so selbst für ihr Einkommen sorgen können.

1.150 Kinder mit körperlicher Behinderung bekommen in den drei Diözesen Schulunterricht. Je früher die Integration stattfindet, umso besser können Vorurteile abgebaut werden.

Der dritte Ansatz dieses Projektes ist ein medizinischer: Durch Operationen können einige wieder dauerhaft ihre Bewegungsfreiheit erhalten. In etwa 50 Kindern jährlich kann durch einen chirurgischen Eingriff geholfen werden.
09.06.2017