Im Kampf gegen Armutskrankheiten

"Im Jahr 2020 soll kein Mensch neu an der Lepra erkranken", ist das Ziel des Aussätzigen-Hilfswerks Österreich.

Das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich engagiert sich im Kampf gegen Armutskrankheiten wie Lepra, Tuberkulose und vernachlässigte Tropenkrankheiten - wie etwa Tollwut und Dengue-Fieber - in Entwicklungsländern, indem sie die nachhaltige Entwicklung des Gesundheitssektors fördern und die soziale Inklusion der Bedürftigen bezwecken. Diese Krankheiten werden vernachlässigt, weil sie im Gegensatz zu ärmeren Ländern in den Industrienationen kaum noch vorkommen und aus dem Gedächtnis verschwunden sind. Trotz allem erkranken rund neun Millionen Menschen jährlich an Tuberkulose - ein Drittel ohne Zugang zu medizinischer Versorgung - und eine Viertelmillion an Lepra.

"Im Jahr 2020 soll kein Mensch neu an der Lepra erkranken."

Im Kampf gegen Lepra, ursprünglich "Aussatz", auch Miselsucht Morbus-Hansen oder Hansen-Krankheit genannt, orientiert sich die Projektarbeit des Aussätzigen-Hilfswerks an folgenden Verbesserungen für Betroffene von Lepra und lepraähnlichen Krankheiten:
  • Informationsstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen
  • Zugang zu Gesundheitseinrichtungen der Betroffenen
  • Qualitätsstandards der medizinischen Einrichtungen
  • Gesundheitszustand der betroffenen Bevölkerungsgruppen
  • Teilhabe und aktives Mitwirken der Betroffenen an speziell gebotenen Maßnahmen
  • Rechte der betroffenen Personen

Neben einer Spende für die weitreichende Vereinstätigkeit in den Projektländern (siehe Karte) wird auch ein Patenschaftsprogramm betrieben. Durch die Übernahme einer Ausbildungspatenschaft (Partner sind vorwiegend katholische Ausbildungsinstitutionen für Gesundheits-, Heil- und Pflegeberufe in Ostafrika) kann konkret ein junger Mensch und allgemein das Gesundheitssystem nachhaltig verbessert werden.
11.04.2017