Nahrungsmittel für Binnenfüchtlinge

Trotz seiner Unabhängigkeit kehrt im Südsudan kein Friede ein. Füchtlinge müssen dringend mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

Als die britischen und ägyptischen Kolonialmächte in den 1950ern aus dem Gebiet des heutigen Sudans abzogen, wurde keine Spaltung des Landes in einen Nord- und einen Südsudan vollzogen. Die Folge waren unzählige, teils blutige Auseinandersetzungen, denn der Süden des Landes fühlte sich von der nördlichen Regierung stark unterdrückt und benachteiligt. Schließlich erklärte Südsudan im Jahr 2011 seine Unabhängigkeit, doch die Konflikte dauern weiter an. Seit 2013 wird der Zustand gar als Bürgerkrieg bezeichnet, da ethnische Gruppen und einzelne Führungspersonen um politische Macht und Ressourcen kämpfen.

Seit Beginn des Bürgerkrieges sind schon über 3,5 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen worden. 1,6 Millionen verließen den Südsudan, circa 1,9 Millionen Menschen wurden zu Binnenflüchtlingen. Hinzu kommt die extreme Dürre, die bereits zu massiven Ernteausfällen führte. 4,9 Millionen Menschen sind dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, wie die Vereinten Nationen im Februar 2017 warnen.

Missio unterstützt täglich über 1.000 Menschen mit Lebensmitteln. Schon mit 5 Euro kann ein Kind durch Missio ein Monat lang ernährt werden.
18.05.2017