Nahrungsmittel für Kleinkinder im Südsudan

Trotz seiner Unabhängigkeit kehrt im Südsudan kein Friede ein. Die Menschen müssen dringend mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Missio unterstützt ein Baby-Ernährungszentrum in Nyarjwa.

Als die britischen und ägyptischen Kolonialmächte in den 1950ern aus dem Gebiet des heutigen Sudans abzogen, wurde keine Spaltung des Landes in einen Nord- und einen Südsudan vollzogen. Die Folge waren unzählige, teils blutige Auseinandersetzungen, denn der Süden des Landes fühlte sich von der nördlichen Regierung stark unterdrückt und benachteiligt. Schließlich erklärte Südsudan im Jahr 2011 seine Unabhängigkeit, doch die Konflikte dauern weiter an. Seit 2013 wird der Zustand gar als Bürgerkrieg bezeichnet, da ethnische Gruppen und einzelne Führungspersonen um politische Macht und Ressourcen kämpfen.

Seit Beginn des Bürgerkriegs wurden Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Zurück bleiben wie so oft die Schwächsten. Schätzungen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass fast sieben Millionen Menschen im Südsudan hungern. Vor allem für Kinder hat der Nahrungsentzug fatale Folgen: ihre Organe können sich nicht altersgerecht weiterentwickeln, der Hunger schwächt sie und macht die Mädchen und Jungen anfällig für Krankheiten.

Das Projekt von Missio unterstützt das Baby-Ernährungszentrum in Nyarjwa. In dem Zentrum bekommen unterernährte Kleinkinder bis zum fünften Lebensjahr dreimal pro Woche überlebenswichtige Mahlzeiten in Form Reis, Linsen, Bohnen, Gemüse und Eier.

Missio bittet für dieses Projekt um Spenden. Mit einem Beitrag von 75 Euro kann ein Karton Milchpulver finanziert werden.
12.12.2019