Humanitäre Katastrophe in Ostafrika

23 Millionen Menschen sind von einer lebensgefährdenden Nahrungsmittel- und Wasserknappheit bedroht. Hinzu kommt ein grausamer Bürgerkrieg im Südsudan, der die Zivilbevölkerung des jüngsten Staates der Welt zur Flucht zwingt.

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Lona Kiji lebt nun in einem Zelt im Bidi Bidi Flüchtlingscamp, Uganda. 2016 musste sie ihr Dorf im Südsudan verlassen, nachdem es von Regierungstruppen gestürmt wurde. © Trocaire / CC BY 2.0
Äthiopien, Somalia, Kenia, Uganda, Sudan und Südsudan: seit Monaten rufen Hilfsorganisationen dazu auf, diese Staaten im Kampf gegen den Hunger zu unterstützen. Knapp 23 Millionen Menschen dürften unter der starken Dürre und der daraus resultierenden Lebensmittel- und Wasserknappheit leiden. Das entspricht über zehn Prozent der BewohnerInnen dieser Länder.

Im vom Bürgerkrieg gebeutelten Südsudan ist die Lage besonders prekär. Durch eine brutale Kombination aus bewaffnetem Konflikt und Dürrekatastrophe sind allein im jüngsten Land der Welt über eine Million Menschen von der Hungersnot betroffen, 45.000 SüdsudanesInnen sind lebensbedrohlich unterernährt.

Zahlreiche österreichische Hilfsorganisationen sind selbst oder mit Projektpartnern im Südsudan, aber auch in anderen ostafrikanischen Staaten aktiv, versorgen die Betroffenen mit dem Notwendigsten und leisten nachhaltige Unterstützung beim Wiederaufbau:
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© Walter Grösel

Jugend Eine Welt

Jugend Eine Welt ist durch seine Partner, die Salesianer Don Boscos, in Äthiopien und im Südsudan aktiv. In beiden Ländern setzt der Verein auf Nahrungsmittelhilfe und Bildungsprogramme.
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Entwicklungshilfeklub

Seit März 2017 hilft der Entwicklungshilfeklub Familien im Südsudan, die sich aufgrund von Trockenheit und Konflikten nicht mehr versorgen können: 165 Euro kostet es, drei Familien zwei Monate lang zu ernähren.
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Plan International Österreich

Bis voraussichtlich Juni 2018 läuft die lebensrettende Soforthilfe von Plan International im Südsudan. Über eine halbe Million Menschen soll geholfen werden, weiters verteilt der Verein landwirtschaftliches Gerät und Saatgut.
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Österreichisches Rotes Kreuz

Das ÖRK leistet im Südsudan Soforthilfe, unterstützt beim Wiederaufbau und setzt landwirtschaftliche sowie infrastrukturelle Maßnahmen. Weitere Schwerpunktländer sind Äthiopien, Eritrea, Kenia und Ruanda.
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Diakonie Katastrophenhilfe

Die Katastrophenhilfe der österreichischen Diakonie versorgt in Somalia Kriegsflüchtlinge sowie die BewohnerInnen besonders trockener Regionen mit Trinkwasser. Im Südsudan betreibt die Diakonie ein Schulspeisungsprogramm und verteilt Essensgutscheine, um die Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.
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Caritas

Mit ihrer aktuellen Kampagne "Hilfe > Hunger" versucht die Caritas Österreich verstärkt, auf die Hungerkatastrophe in Ostafrika aufmerksam zu machen. Im Südsudan setzt die Caritas auf Landwirtschaftstrainings, Schulbildung, Berufsausbildung, medizinische und Lebensmittelversorgung.
Autor:
Hannah Hauptmann
01.08.2017