Hoffnung für Friedhofskinder

Schulprojekt für Straßenkinder in Cebu City.

Cebu City auf den Philippinen ist nach der Hauptstadt Manila der wichtigste Ballungsraum des Landes. Die Wirtschaft boomt, aber nicht alle nehmen am Reichtum teil. Auf den Friedhöfen der Stadt leben die sogenannten "Friedhofsmenschen": Die letzte Ruhestätte anderer ist ihr Zuhause, sie leben zwischen den Gräbern. Die meisten von ihnen flohen vor der Armut auf dem Lande in die Stadt.

Um das Überleben mehr schlecht als recht zu finanzieren, arbeiten die Männer als Totengräber und Steinmetze, die Frauen übernehmen die Grabpflege und verkaufen Kerzen. Die Kinder müssen helfen, kratzen das Wachs von den Gräbern, um es für neue Kerzen zu verwenden. Die Menschen haben andere Sorgen als die Schulbildung ihrer Kinder, die sie sich sowieso nicht leisten könnten.

Seit 14 Jahren kümmern sich die Schwestern der Kongregation der Heiligsten Herzen Jesu und Mariens um die Ärmsten auf den Philippinen, so auch um die Friedhofskinder von Cebu City. Die Schwestern suchen das Gespräch mit den Familien, überzeugen sie von der Wichtigkeit der Schulbildung. Nur so besteht eine Chance, dass die Kinder einmal der Armut entkommen können.

Der Orden übernimmt das Schulgeld (42 Euro), die Kosten für die Schuluniform (25 Euro) samt Schuhwerk (17 Euro) und stellt die notwendigen Schulmaterialien (Kostenpunkt 33 Euro) zur Verfügung.

Missio unterstützt dieses Schulprojekt für Straßenkinder, welches bereits über 80 Kindern eine Schulbildung ermöglicht hat.
24.02.2017