Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen

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© Walter Grösel

Die Hilfsgemeinschaft ist die größte Blindenhilfsorganisation in Ostösterreich.

"Was sagt ein Blinder, wenn man ihm Schleifpapier gibt?" - "Verflucht, ist das aber klein geschrieben!"

Oder: "Warum kaufen Blinde gerne Mohnweckerl?" - "Es stehen so herrliche Geschichten drauf."

Nein, sie sind auf keiner Witze-Seite gelandet. Die Sprüche sind Teil einer Werbekampagne der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs.

Gegründet wurde die Hilfsgemeinschaft als "Hilfsgemeinschaft der später Erblindeten Österreichs" vom während seines Technikstudiums erblindeten Jakob Wald schon 1935, elf Jahre vor dem Blindenverband.

Der Verein setzt sich "für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben sehbehinderter und blinder Menschen ein. Eigenständigkeit und Unabhängigkeit in der Lebensgestaltung sowie steigende Lebensqualität für alle sehbehinderten und blinden Menschen in Österreich sind unsere Ziele".

In Österreich leben rund 318.000 Menschen (Mikrozensus, 2007), die stark sehbeeinträchtigt oder blind sind, das sind fast vier Prozent der Bevölkerung. Die meisten von ihnen verlieren ihre Sehkraft im Lauf des Lebens, viele im Alter.

Die Hilfsgemeinschaft ist die größte Blindenhilfsorganisation in Ostösterreich, betreut rund 4.300 Mitglieder. Für Blinde und Sehbehinderte ist die Mitgliedschaft kostenlos. Sie bietet Veranstaltungen und Freizeitangebote, Beratungen zu Pflegegeld, Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension, Behindertenpass oder optischen Hilfsmitteln. Ziel der Low Vision-Beratung ist die Verbesserung der Lesefähigkeit und der Selbstständigkeit.

Im Jahr 2016 wurden für die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs 2,44 Millionen Euro gespendet, eineinhalbmal so viel - € 3,88 Mio. - wurden vom Verein für statutarisch festgelegte Zwecke aufgewendet. Spenden an die Hilfsgemeinschaft sind von der Steuer absetzbar, auch das Österreichische Spendengütesiegel hat die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs.
28.07.2017