Hilfe für Kinder in ugandischer Besserungsanstalt

Durch den Einsatz eines Ordensbruder können Insassen eines Kindergefängnisses in Uganda nun unter menschenwürdigeren Verhältnissen leben.

Laut Aussagen der Betroffenen werden bereits zweijährige Kinder in der staatlichen "Besserungsanstalt" Kampiringisa abgegeben, die westlich Kampalas liegt. Manche werden von ihren Eltern hierhergebracht, andere sind ehemalige Kindersoldaten oder auf der Straße aufgewachsen. Nur wenige haben das Glück, später an eine Pflegefamilie vermittelt zu werden.

In der Anstalt sind die hygienischen Bedingungen und die medizinische Versorgung teilweise katastrophal: Kinder müssen auf dem blanken Zellenboden schlafen, übertragbare Krankheiten wie die Cholera kursieren und auch von Foltermethoden, wie Bestrafung durch den elektrischen Stuhl, wird berichtet.

Dennoch haben sich die Bedingungen in den vergangenen Jahren etwas verbessert. Lange Zeit haben die Behörden ihm den Zutritt zum Kindergefängnis verwehrt, doch nun darf Frater Dennis, von der nahegelegenen Pfarrei Ggoli, das Anstaltsgelände betreten. Er steht den über 200 Kindern als Seelsorger bei und feiert wöchentlich eine christliche Messe mit ihnen. Gemeinsam mit dem Erzbischof von Kampala übt Frater Dennis Druck auf die Behörden aus, damit sich die Haftbedingungen noch mehr verbessern. Denn abgesehen von den hygienischen Bedingungen fehlen weiterhin qualifizierte PädagogInnen und Wachleute, die die Rechte der Kinder wahren.
28.04.2016