Sambia: Hilfe für Kinder mit Behinderung

500 Kinder erhalten zwei Mal pro Woche Physiotherapie.

Lusaka ist die schnell wachsende Hauptstadt Sambias. Laut deutscher Wikipedia hat die Stadt auf 1.300 m Höhe 1,4 Millionen EinwohnerInnen, laut englischer Wikipedia 1,7 Millionen, laut Kindernothilfe sogar 2 Millionen.

Die Mehrheit der MigrantInnen aus dem ländlichen Sambia siedelt sich in den Armenvierteln am Stadtrand von Lusaka an. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung ist hier sehr beschränkt, Wasser und Strom sind meist nicht vorhanden. Das Leben in diesen Vierteln ist hart. Ganz besonders für Kinder mit Behinderung. Kenntnisse über Ursachen für Behinderungen und den richtigen Umgang mit betroffenen Kindern sind kaum vorhanden.

Im Kindernothilfe-Projekt werden diese Mädchen und Buben in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung gefördert.

Mehr als 500 Kinder mit Zerebralparese erhalten zweimal pro Woche Physiotherapie in verschiedenen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Im Programm arbeiten drei PhysiotherapeutInnen, die mit der Universitätsklinik (UTH) kooperieren und dort sowie an Gesundheitsstationen in den fünf Armenvierteln Chawama, George, Mtendere, Matero und Bauleni regelmäßige Untersuchungen durchführen.

Zusätzlich zur Therapie erhalten 380 Kinder Vorschulunterricht. Dieser ist besonders wichtig für Kinder mit Behinderungen und ermöglicht die Integration in die Grundschule.

200 Kinder und Jugendliche, die nicht regelmäßig die Physiotherapiestunden besuchen können, werden von ihren Eltern und ausgebildeten Ehrenamtlichen zuhause nach speziellen Plänen unterrichtet. Die LehrerInnen besuchen die Kinder einmal wöchentlich und können sich so von den Fortschritten der Kinder überzeugen. Sie helfen den Eltern dabei, den Unterricht effektiv zu gestalten.
17.08.2017