Eine Kinderpalliativstation in der Ukraine

Es ist kaum vorstellbar wie groß die Not in der Ukraine ist. Bilder des pädiatrischen Institutes in Kiew liefern den traurigen Beweis.

Kleine Herzen unterstützt die ärmsten Regionen der Ukraine jährlich mit zahlreichen Projekten. Nun trat der ukrainische Botschafter in Österreich, Olexander Scherba, mit einem Hilfsansuchen an den Verein heran: "Über einige Dinge und Themen ist es echt schwierig zu sprechen. Die unheilbaren Kinderkrankheiten und Kinderkrebs insbesondere gehören dazu. Es ist aber noch schwieriger anzuerkennen, dass wir in der Ukraine bis jetzt noch kein einziges Kinderhospiz haben."

Ziel des Kleine Herzen-Projekts sei es nun, einen Teil des pädiatrischen Institutes in Kiew zu renovieren und angemessen auszustatten, um eine Palliativstation errichten zu können. Dafür werden konkret 2 Räume von Schimmel befreit, mit sanitären Anlagen, Wasser- und Stromversorgung ausgestattet. Medizinische Geräte wie Pflegebetten und Atemgeräte werden angeschafft. Kleine Herzen bittet um Spenden.
Ein weiteres aktuelles Projekt von Kleine Herzen in der Ukraine zielt auf den Ausbau eines Mutter-Kind-Hauses in Korotytsch in der Charkiw-Region ab. Durch den Ukraine-Konflikt, der 2018 in sein fünftes Jahr ging, flohen hunderttausende Menschen von der Donbass-Region in das Projektgebiet. Die Not hat sich dadurch drastisch verschärft.

Ein Mutter-Kind-Haus, das im Oktober 2017 in Korotytsch eröffnet wurde, bietet bislang 24 Schützlingen und deren Müttern ein sicheren Zuhause - doch der Bedarf ist viel größer. Nun soll deshalb aus einem bestehenden Rohbau ein weiteres Schutzhaus errichtet werden. Nach der Bewerkstelligung des Ausbaus und der Einrichtung, wird die regionale Caritas-Spes für die Erhaltung des Hauses sorgen. Kleine Herzen bittet auch für dieses Projekt dringend um Spenden.
03.07.2018