Minen im Karen-Gebiet

Seit dem formalen Ende der Militärdiktatur in Myanmar kehren viele Karen-Flüchtlinge in ihr ursprüngliches, stark vermintes Siedlungsgebiet zurück.

Die ethnische Minderheit der Karen lebt in Myanmar, im Grenzgebiet zu Thailand. Aufgrund eines jahrzehntelangen Konflikts mit dem myanmarischen Militär leben heute mehr als 100.000 Karen in Flüchtlingslagern in Thailand – und das Siedlungsgebiet der Karen in Myanmar ist stark vermint.

Bereits seit Mai 2008 engagiert sich Gemeinsam gegen Landminen im Karen-Gebiet in Myanmar, sie ist die einzige NGO, die Minenrisiko-Schulungen in den Karen-Dörfern finanziert. Dabei werden junge Karen in Thailand zu Trainern und Trainerinnen ausgebildet. Danach wandern diese in Burma von Dorf zu Dorf und informieren tausende Karen über die Gefahren, die von Minen ausgehen, und vermitteln Grundwissen für Erste Hilfe in Notfällen.

Gemeinsam gegen Landminen leistet auch finanzielle Nothilfe für Minenopfer, übernimmt nach einem Minenunfall Lebenshaltungs- und Krankenhauskosten.

Seit dem formalen Ende der Militärdiktatur in Myanmar im Jahr 2011 kehren immer mehr Karen-Flüchtlinge ins ursprüngliche Siedlungsgebiet zurück. Sie sind besonders gefährdet, Opfer einer Mine zu werden, weil sie nicht wissen, wo Minenfelder sind. Daher finanziert Gemeinsam gegen Landminen auch die Produktion neuer Minenwarntafeln.
18.08.2017