Heizkostenzuschuss für Kinder und Ältere in Armenien

Die Temperaturen sinken auf bis zu -30° Celsius.

Armenien wurde in den letzten Jahrzehnten von vielen Konflikten und Katastrophen heimgesucht. 1988 zerstörte ein Erdbeben mit dem Epizentrum in der Stadt Spitak in der nordarmenischen Provinz Lori viele Häuser und tötete mindestens 25.000 Menschen. Durch den Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde der Wiederaufbau stark behindert, weshalb es heute noch an Straßenverbindungen, Trinkwassersystemen und anderen lebensnotwendigen Strukturen fehlt. Die betroffene Bevölkerung blieb traumatisiert zurück, verlor Heim und Familie und holt sich bis heute ihr Trinkwasser vom Brunnen auf der Straße.

Vor allem die älteren BewohnerInnen bleiben bei den Minimalrenten in Armenien (rund € 60) auf der Strecke und können sich meist die Heizkosten, bei bis zu -30° Celsius im Winter, nicht leisten. 600 ältere EinwohnerInnen der Orte Gyumri, Wanadsor und Gawar konnten von den Heizkostenzuschüssen durch die Caritas im Winter 2010/2011 profitieren. Auch in den kommenden Wintern sollen besonders hilfsbedürftige Kinder und Ältere von der Caritas Tirol unterstützt werden.
24.04.2017