Heilendes Wissen für indigene Familien

Gesundheitshelferinnen sollen die BewohnerInnen abgelegener Gemeinden Guatemalas durch eine Mischung aus medizinischem Fachwissen und traditioneller Heilkunde unterstützen.

Wenn wir uns eine Infektion oder auch einen Virus einfangen, ist das meist nicht weiter schlimm. Oft genügen ein paar einfache Medikamente, um die Krankheit oder Symptome zu lindern.

Für die BewohnerInnen im Hochland von Los Altos im Westen Guatemalas ist das hingegen nicht so einfach. Die durchwegs indigenen Familien in diesen abgeschiedenen Gemeinden sind sehr arm. Medikamente und medizinische Behandlungen können sie sich nicht leisten, und auch die Anreise ins nächstgelegene Spital ist erschwerlich. Besonders für die Kinder in Los Altos kann dieser Umstand gefährlich werden, die Sterberate der unter Fünfjährigen ist hier eine der weltweit höchsten.

In Anbetracht dieser prekären Situation werden in der Diözese Los Altos bereits seit 1985 Gesundheitshelferinnen ausgebildet, um die Menschen in der Region medizinisch zu unterstützen. Es wurden in zahlreichen Gemeinden Hausapotheken errichtet, die leistbare Medikamente vergeben. Die Errichtung von Kleingärten ermöglichten die Verbesserung der Ernährungssituation der Familien.

Der Entwicklungshilfeklub beteiligte sich bereits 1999 und 2009 an dem Programm und wurde nun erneut um seine Unterstützung gebeten, um die Gesundheitsversorgung von 130 Familien in 48 Gemeinden zu gewährleisten. Für Ausbildung und Einsatz der Gesundheitshelferinnen sowie den Zugang zu leistbaren Medikamenten werden pro Gemeinde für ein Jahr 208 Euro benötigt.
12.08.2019