Internatsschule in Indien

Seit 2004 wird ärmsten Kindern eine zwölfjährige Schul- und Berufsbildung ermöglicht.

Hariharananda Balashram ist der offizielle Name des Internats im indischen Bundesstaat Orissa. Diese karitative und staatlich anerkannte Einrichtung ermöglicht ärmsten Kindern aus der Region eine bessere Zukunft. Projektpartner von Hand in Hand vor Ort ist die lokale Non-Profit Organisation Prajnana Mission.

2004 wurde das Internat eröffnet, derzeit leben und lernen dort 475 Schülerinnen und Schüler in 10 Schul- und 2 Vorschulklassen; 280 waren es noch im Jahr zuvor. Und das Internat expandiert weiter: im kommenden Unterrichtsjahr wird die Schule auch eine 11. und 12. Klasse beinhalten.

Das Alter der Kinder beträgt zwischen drei und dreizehn - bald fünfzehn - Jahren, aufgenommen werden nur völlig mittellose Kinder. Daher sind die meisten Schülerinnen und Schüler auch Halb- oder Vollwaisen, oftmals aus der indigenen Bevölkerung Indiens. Ein Schulkomitee leitet das durchwegs strenge Auswahlverfahren.

Die Unterrichtsprachen sind Englisch, Hindi, Oriya und Sanskrit. Der Schwerpunkt liegt auf naturwissenschaftlichen Fächern. Garten- und Handarbeit werden als Berufsausbildung angeboten. Musik und Sport sind die wichtigsten und beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Das Internat verfügt über 4 Hektar Grundbesitz, es gibt getrennte Unterkünfte für Buben und Mädchen, Schulgebäude, Sportplätze, eine Küche, eine Ambulanzstation und Personalunterkünfte. 70 Kühe nennt das Internat sein Eigen, wodurch die Versorgung der Kinder mit Milch sichergestellt ist.

Folgende (ökologische) Bauprojekte sind aktuell geplant oder werden bereits umgesetzt:
  • Mithilfe einer neuen Wasseraufbereitsungsanlage soll das Abwasser der Schule gereinigt und für die Toiletten sowie die Bewässerung der Gartenanlage genutzt werden.
  • Durch die Errichtung einer Biogasanlage im Rahmen des Neubaus der Küche soll in Zukunft anstelle des Feuerholzes Kuhdünger zur Befeuerung des Ofens zur Anwendung kommen.
  • Zudem soll die Küche mit einer Dampfkochanlage und einem Solarwasserkocher ausgestattet werden.
  • Schließlich werden im Bereich der Unterkünfte und des Kuhstalls Anlagen zum Auffangen von Regenwasser installiert, wodurch der Verbrauch des in der Region so wertvollen Grundwassers erheblich reduziert werden kann.
09.08.2017