Guatemala: Spirale der Gewalt durchbrechen

Ein liebevolles Zuhause, in dem miteinander geredet, gespielt und gelacht wird, ist den meisten Kindern in Guatemala fremd.

Der jahrzehntelange Bürgerkrieg, drückende Armut und der Drogenschmuggel haben in Guatemala eine Kultur der Gewalt entstehen lassen. Der mittelamerikanische Staat hat eine der höchsten Mordraten weltweit.

Ein liebevolles Zuhause, in dem miteinander geredet, gespielt und gelacht wird, ist den meisten Kindern in Guatemala fremd. Stattdessen werden auf Gewalt basierende Erziehungspraktiken von Generation zu Generation weitergegeben.

Dieses Projekt will mithelfen, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Durch Gewaltprävention und Förderung von Schutzmechanismen soll ein friedliches Miteinander ermöglicht werden.

Die ProjektmitarbeiterInnen binden 900 Schüler sowie 300 Kinder, die nicht über die Schulen erreicht werden können, in die Aktivitäten ein. Darüber hinaus wird mit 50 LehrerInnen, 300 Eltern und 80 GemeindevertreterInnen zusammengearbeitet. Sie alle beteiligen sich aktiv an der Planung und Umsetzung des Projekts.

Besonderes Augenmerk liegt auf Gewaltvermeidung und Intervention im akuten Notfall. Eltern lernen über Gewalt und die schlimmen Folgen für ihre Kinder und über die Alternativen einer liebevollen und respektvollen Erziehung. In den Schulen finden Fortbildungen zum Thema Gewalt und Gewaltprävention statt. Dabei werden SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern miteinbezogen. Zur friedlichen Lösung von Konflikten werden Mediatoren eingesetzt.

Durch Theater, Musik und andere künstlerische Aktivitäten lernen die Kinder, ihre Meinung zu äußern und ihre Interessen zu vertreten - im Umgang mit Eltern, anderen Erwachsen und staatlichen Stellen. Bei HipHop sowie Fußball- und Basketballturnieren können sich die Kinder aktiv einbringen und sinnvoll untereinander messen.
20.04.2015