Glossar

 
Die Austrian Development Agency (ADA) ist die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA), plant, finanziert und begleitet die Entwicklungsprogramme der OEZA im Auftrag des Bundes und fördert weiters österreichische Projekte zur entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung.

Die ADA ist eine GmbH, die gemeinnützig und nicht gewinnorientiert agiert und überdies zu 100% in Bundesbesitz ist. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten gilt dabei als Eigentümervertreter der Republik Österreich und der Sitz der ADA, neben zahlreichen Koordinationsbüros in verschiedenen Länder, ist in Wien.
 
Der Begriff Asyl kann in drei Bedeutungen unterteilt werden:
  • 1) Unterkunft für Obdachlose, Zufluchtsort, Notschlafstelle/Nachtasyl,
  • 2) Schutz vor Gefahren
  • 3) zeitlich begrenzte Aufnahme Verfolgter.

Der Asylwerber (Person die in einem Land, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzt um Schutz vor Verfolgung ersucht) wird als Asylberechtigter bezeichnet, wenn nach dem prüfenden Asylverfahren Anspruch auf Asyl besteht und dieser quasi als anerkannter Asylwerber/Flüchtling gilt.
 
CIDSE, also Coopération Internationale pour le Développement et la Solidarité, meint den Weltdachverband der katholischen Entwicklungsorganisationen. Die Bekämpfung der Armut und Ungleichheiten, sowie die Zusammenarbeit für weltweite Gerechtigkeit zählen zu den Prioritäten der CIDSE. Insgesamt zählen 17 Länder zu den Mitgliedstaaten des Verbands, welcher seinen Sitz in Brüssel hat.
 
Das Development Assistance Committee (DAC) ist der Ausschuss für Entwicklungshilfe der OECD und dient dazu, Fragen in der Kooperation mit Entwicklungsländern zu behandeln. Intentionen des DAC sind die Integration der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft, die Überwindung der weltweiten Armut und die Befähigung der Menschen zu gesellschaftlicher Partizipation durch Entwicklungszusammenarbeit.
 
Soziale Diversität meint die gesellschaftliche Vielfalt; also ethnische und religiöse Vielfältigkeit, sowie Diversität bezüglich Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung und Beeinträchtigung. Hauptaugenmerk liegt auf Unterschieden und Gemeinsamkeiten, wobei der Fokus verstärkt auf den Gemeinsamkeiten liegen soll, um eine Kategorisierung von sozialen Gruppen und dadurch bedingte Stereotypisierung zu verhindern.
 
Mit Emanzipation ist heute die gesellschaftliche und politische Selbstbefreiung gemeint. Es geht um den Zugewinn von Freiheit und Gleichheit und die Reduktion von Diskriminierungen jeglicher Art. Als Ziele der Emanzipation sind etwa die Fähigkeit zur eigenständigen Bedürfnisbefriedigung und Existenzsicherung, zur selbstständigen Definition, Gestaltung und Pflege gesellschaftlicher Positionen und Funktionen und zur Entwicklung eigenständiger, individueller Lebensperspektiven.
 
Als Empowerment, zu Deutsch Bevollmächtigung, Ermächtigung oder Übertragung von Verantwortung, werden Maßnahmen bezeichnet, die die Selbstbestimmung und Autonomie von Menschen oder Gruppen stärken und ihnen eine selbstbestimmtes Eintreten für ihre Interessen gewährt. Empowerment soll Abhängigkeiten entgegenwirken und die Mündigkeit, Handlungsmöglichkeiten und Eigenverantwortung der Bürger erhöhen.
 
Als Entwicklungshilfe gelten jene Leistungen materieller oder nicht materieller Art, welche, mit dem Ziel einer sozio-ökonomischen Entwicklungsförderung, von Industrieländern an Entwicklungsländer gerichtet sind. Diese Hilfsleistungen – auch Entwicklungszusammenarbeit genannt – sollen eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den entwicklungsrückständigen Ländern bezwecken und werden nach unterschiedlichen Formen definiert.

So gibt es etwa eine bilaterale oder multilaterale (ein Geber- und ein Empfängerland oder mehrere Geber- und ein Empfängerland) und eine gebundene oder freie (mit oder ohne fester Bindung an Lieferanten) Entwicklungshilfe. Weiters kann Entwicklungszusammenarbeit in Projekt- oder Programmhilfe (Hilfsmittel an einzelne Projekte gebunden oder an umfassende Programme gebunden bzw. gänzlich ungebunden) unterschieden oder als Katastrophenhilfe (Soforthilfe in Katastrophen) tituliert werden.

Schließlich werden die Entwicklungshilfe leistenden in internationale (UN, EU, Weltbank, Internationaler Währungsfonds, u.a.), nationale (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, u.a.) oder privateTräger (NGOs) unterteilt.
 
Jene Staaten, die im Vergleich zu Industrieländern einensozio-ökonomischen Entwicklungsrückstand aufweisen, werden als Entwicklungsländer definiert. Ein niedriges Wohlfahrtsniveau und die mangelnde Funktionsfähigkeit des Wirtschaftssystems, sind die essentiellen Merkmale eines sogenannten Entwicklungslandes. Individuelle soziale sowie wirtschaftliche Kennzeichen sind etwa ein geringer Bildungsstand, hohe Arbeitslosigkeit, mangelhafte Infrastruktur und ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen.

Welche Länder schließlich als entwicklungsrückständig gelten, wird vom Entwicklungshilfeausschuss (DAC) der OECD festgelegt, der neben der Kapitalisierung und Verbreitung von entwicklungsfördernden Lernerfahrungen und Wissen, auch die Gewinnung von statistischen Datenmaterialien zum Ziel hat.
 
Im Gegensatz zu Energieformen, die auf fossile, endliche Energieträger wie Öl, Kohle und Gas zurückgreifen, nutzen erneuerbare Energien regenerative und nicht endliche Ressourcen, wie Sonnen-, Wind-, Wasser- oder Bioenergie und Geothermie. Erneuerbare Energien sind auf Nachhaltigkeit bedacht und nutzen Energiequellen, die praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen, um sie zu Energieträgern beziehungsweise Energiespeichern umzuwandeln.
 
Wenn der Zugang aller Personen einer Bevölkerung zu jeder Zeit zu den für ein gesundes und aktives Leben notwendigen Nahrungsmitteln gesichert ist, ist Nahrungssicherheit gewährleistet. Die Ernährungssicherheit schließt darüber hinaus auch gesundheitliche und soziale Faktoren ein, wie ausreichend Betreuung für Frauen und Kinder, Quantität und Qualität von Bildungs- und Gesundheitssystem sowie eine gesunde Umwelt.

In Entwicklungsländern ist weder Nahrungs- noch Ernährungssicherheit gegeben, wobei Lebensmittelhilfe nur akuter Unterversorgung entgegenwirkt und Hilfe zur Selbsthilfe für einen nachhaltigen Nutzen Vorrang haben soll.
 
Jene Begriffsdefinitionen der Ersten, Zweiten und Dritten Welt lassen sich im heutigen Sprachgebrauch anhand der Begriffe Industrieland, Schwellenland und Entwicklungsland erläutern. Die Länder der Vierten Welt, sindder heutigen Definition nach jene Länder, welche von den Vereinten Nationen als "Least Developed Countries" (LLDC) bezeichnet werden. Diese zu Deutsch "am wenigsten entwickelten Länder" unterscheiden sich wiederum von den "Less Developed Countries" (LDC).
 
Die "Food and Agriculture Organization of the United Nations", FAO, ist die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Die drei Hauptziele der FAO sind nach eigenen Angaben
  • "die Beseitigung von Hunger, Ernährungsunsicherheit und Unterernährung;
  • die Eliminierung der Armut und das Vorantreiben der wirtschaftlichen und sozialen Fortschritte für alle;
  • und die nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung natürlicher Ressourcen, einschließlich Land, Wasser, Luft, Klima und genetischer Ressourcen zum Wohle der heutigen und zukünftigen Generationen."
Das geplante Budget der FAO für 2014/2015 liegt bei 2,4 Milliarden US-Dollar, 41% davon kommen durch Pflichtbeiträge der Mitgliedsländer zustande, 59% werden durch freiwillige Beiträge der Mitglieder und anderer Partner bestritten.
 
Die Genfer Flüchtlingskonvention definiert einen Flüchtling als eine Person, die sich aus Furcht vor Verfolgung, bedingt durch Rasse, Religion, Nationalität, sozialer Gruppenzugehörigkeit oder politischer Überzeugung, außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt und aus eben diesen Gründen den Schutz dieses Landes nicht in Anspruchnehmen und auch nicht dahin zurückkehren kann.

Weiters sind im Sprachgebrauch die Begriffe Binnenflüchtling (Flüchtling innerhalb des eigenen Landes), Umwelt- bzw. Klimaflüchtling (Flüchtling aufgrund von Naturkatastrophen oder Umweltveränderungen, z.B. wenn durch globale Erwärmung bedingt) und Elends- und Wirtschaftsflüchtling (Flucht durch schlechte Wirtschaftslage des Herkunftslandes bedingt) vertreten. Umwelt-und Klimaflüchtlinge, als auch Wirtschaftsflüchtlinge – auch Wohlstandsflüchtlinge genannt – gelten zumeist nicht als "echte"Flüchtlinge und haben daher meist keinen Anspruch auf Asyl.
 
Fundraising, Mittelakquisition oder Mittelbeschaffung gilt als die, vom jeweiligen Satzungszweck abhängige, bedürfnisorientierte Beschaffung benötigter Ressourcen (Geld-, Sach- oder Dienstleistungen) von steuerbegünstigten Organisationen (gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich) zu möglichst geringen Kosten durch eine systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle aller Aktivitäten. Ressourcenbereitsteller können Privatpersonen (Individual Fundraising), Unternehmen (Corporate Fundraising), Stiftungen (Foundation Fundraising) und öffentliche Institutionen (Public Fundraising) sein.
 
Als Dienstleister für Fundraiser von Organisationen und Agenturen, sowie Berater für NPOs ist der Fundraising Verband Austria (FVA) die größte Plattform für spendenakquirierende Organisationen Österreichs. Die Aktivitäten des FVA reichen von einem informativen Angebot (aktuelle Informationen aus Fundraising-Bereich), über eine kostenfreie Jobbörse, Aus- und Weiterbildungsangebote und fördernde Projekte des Fundraising-Sektors, bis hin zu regelmäßigen Veranstaltungen (Kongresse, Seminare, etc.).

Einmal jährlich veröffentlich der FVA einen Jahresbericht mit zahlreichen relevanten Statistiken wie dem Jahresspendenaufkommen (National/International), Unterschiede des Spendenaufkommens nach Bundesländern, die 100 größten NGOs Österreichs, sowie weitere Informationen über Spendenabsetzbarkeit und Spendengütesiegel.
 
Aus dem Englischen übernommen, wird der Begriff Gender im deutschsprachigen Raum als Synonym für das soziale Geschlecht und als Differenzierung zum biologischen Geschlecht genutzt. Das soziale Geschlecht meint die Geschlechterrolle im sozialen Kontext; die sozialen Geschlechtsmerkmale einer Person. Gender zeigt also die sozialen Differenzen zwischen Mann und Frau auf, die erlernt wurden und, im Gegensatz zum biologischen Geschlecht, veränderbar sind, sowie sie sich inter- als auch intrakulturell voneinander unterscheiden.
 
Die Hilfe zur Selbsthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit, soll heute, anders als noch vor einigen Jahren, dazu beitragen, den Entwicklungsländern effektiv und vor allem nachhaltig Hilfe zu leisten. Es werden Arbeitsplätze geschaffen oder Mikrokredite vergeben, um den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, etwa durch eine kleine Landwirtschaft ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Dabei steht Empowerment im Vordergrund; den Menschen soll Verantwortung übertragen werden, sie sollen ermächtigt werden und sich langfristig und gestärkt selbst zu helfen wissen.
 
Anhand des Human Development Index (HDI) wird die menschliche Entwicklung der Bevölkerung eines Landes gemessen. Der Index, welcher seit 1990 im Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen veröffentlicht wird, wird seit 2010 als geometrisches Mittel folgender drei Dimensionen errechnet: Lebenserwartung, Bildung (durchschnittliche und voraussichtliche Schulbesuchsdauer) und Lebensstandard (Bruttonationaleinkommen pro Kopf)

Mittels des HDI lassen sich die erfassten Staaten in Länder mit sehr hoher, hoher, mittlerer und geringer menschlicher Entwicklung einteilen. Kritik wird etwa an der Gewichtung der Dimensionen geübt, da man sich nicht einig ist, welche Aspekte der menschlichen Entwicklung welche Wichtigkeit haben. Des Weiteren muss hervorgehoben werden, dass die spezifischen Ungleichheiten (etwa urban – ländlich) eines Landes anhand des HDI nicht abgebildet werden. Schließlich muss beachtet werden, dass der untere Grenzwert von 20 Jahren bei der Messung der Lebenserwartung, die Rate der Säuglingssterblichkeit und jene der Kindersterblichkeit unter 20 Jahren ausschließt.
 
Menschen, die sich in Notsituationen befinden, bedingt durch Naturkatastrophen, medizinische Katastrophen, Konflikte sowie politische Veränderungen, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zu Grunde liegt die Unparteilichkeit und Neutralität, die Tatsache, dass das Maß der Not und nicht die ethnische, religiöse und politische Zugehörigkeit ausschlaggebend für die Hilfsbedürftigkeit einer Person ist. Humanitäre Hilfe gilt – im Vergleich zu Entwicklungshilfe, Hilfe zur Selbsthilfe – als Akut- und Soforthilfe in Notsituationen und ist meist mit kurz- bis mittelfristigen Hilfsleistungen verbunden.

Als Ziel der humanitären Hilfe gilt es, Leben zu retten, Leid zu lindern und die Betroffenen bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlange zu unterstützen. Hilfsmittel sind etwa lebenswichtige Güter, sowie Schutz vor Gewalt und Verfolgung und nachhaltige Strategien können die Gefährdung zukünftiger Notsituationen reduzieren.
 
Die Kernaufgabe der ILO (International Labour Organization) als Sonderorganisation der Vereinten Nationen ist die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen auf der Grundlage sozialer Gerechtigkeit.

Es werden einerseits rechtsverbindliche Konventionen, andererseits Empfehlungen an die 186 Mitgliedsstaaten - 185 der 193 UN-Mitglieder und die Cookinseln - ausgearbeitet. Im Fokus der Arbeit stehen vier strategische Ziele:
  • Die Umsetzung der Kernarbeitsnormen (Grundprinzipien: Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit, Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf)
  • Menschenwürdige Beschäftigungnormen mit ausreichendem Einkommen
  • Die Stärkung der sozialen Sicherheit
  • Die Stärkung des Dialogs zwischen den Sozialpartnern
 
Staaten, die einen bedeutenden industriellen Produktionssektoraufweisen und das mit einer relativ langen Tradition, die weiters über einen hohen Anteil an verarbeitender Industrie am Bruttonationaleinkommen verfügen, technologisch weit entwickelt sind und ein überdurchschnittlich hohes Pro-Kopf-Einkommen beziehungsweise eine hohe Effizienz des jeweiligen Wirtschaftssystems vorweisen können, gelten nach der weitverbreiteten Begriffsdefinition als Industrieländer.

Auch wenn die Begriffsdefinition des Industriestaats einst von einer maßgeblich hoch entwickelten industriellen Produktion ausging - im Gegensatz zu den Entwicklungsländern, in denen die Landwirtschaft überwog - und die Wirtschaft der heutigen Industrieländer vermehrt vom Dienstleistungssektorgeprägt ist, blieb der Begriff weiterhin erhalten. Mittlerweile werden also jene Staaten als Industriestaaten tituliert, welche einen stark entwickelten, ausgeprägten und überwiegenden Dienstleistungssektor aufweisen, da diese Länder von einem hohen Bruttoinlandsprodukt geprägt sind und dies das eigentliche Kriterium für die Messung der Wirtschaftskraft eines Landes ist.
 
Die Begriffe der sozialen Inklusion und Exklusion stehen komplementär zueinander. Inklusion meint die soziale Integration, das Miteinbezogensein und die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen. Exklusion wiederum spricht von dem sozialen Ausschluss, der Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Mit der gesellschaftlichen Exklusion gewisser Individuen oder Gruppen geht eine gewisse Abwertung oder gar Diskriminierung einher. Exklusion kann so etwa den Ausschluss von Grundrechten bedeuten, dem die soziale Inklusion entgegenzuwirken versucht.
 
Die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) ist Mitglied des Weltdachverbands der katholischen Entwicklungsorganisationen (CIDSE) und fördert und informiert katholische Einrichtungen, welche sich mit internationaler Entwicklung und Mission befassen. Ihre Aufgaben, sind die Entwicklung von gemeinsamen Leitlinien aller Entwicklungs- und Missionsprojekte der Mitgliedsorganisationen und die Überprüfung der Einhaltung dieser.
 
2000 wurden durch eine Gruppe aus Vertretern der UNO, der Weltbank, der OECD und zahlreicher NGOs acht Ziele zur Realisierung der UN-Millenniumserklärung bis 2015 erarbeitet. Diese Millenniumsentwicklungsziele, Millennium Development Goals (MDG), umfassen:
 
  • 1) die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
  • 2) Primarschulbildung für Alle
  • 3) Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen
  • 4) Senkung der Kindersterblichkeit
  • 5) Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter
  • 6) Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
  • 7) Ökologische Nachhaltigkeit
  • 8) Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung

Bis 2015 sollen die untergeordneten 18 Unterpunkte und 48 Indikatoren der acht Millenniumsentwicklungsziele erreicht werden, anschließend soll das Entwicklungsprogramm durch nachhaltige Entwicklungsziele ergänzt werden.
 
MOAS (Migrant Offshore Aid Station) ist eine gemeinnützige Stiftung, die 2013 von dem amerikanisch-italienischen Ehepaar Regina und Christopher Catambrone ins Leben gerufen wurde. Anlass für die Gründung war der Tod von 400 Flüchtlingen, als diese mit einem nicht-seetauglichen Boot vor der Insel Lampedusa kenterten und ertranken.

Mit ihrem professionell ausgerüsteten 40-Meter-Schiff "MY Phoenix" konnten im Zuge der ersten Rettungsmission im Jahr 2014 innerhalb von zwei Monaten rund 2.000 Personen gerettet werden.

Mit ihrem Team aus erfahrenen Helfern und Notärzten trat MOAS am 2. Mai 2015 ihre zweite Rettungsmission an, bis zu deren Ende insgesamt 11.680 Menschen gerettet werden konnten.

Nachdem ihre zweite Mission am 22. September vorläufig beendet wurde, gab MOAS am 11. November bekannt, dass nicht nur die einstige Expedition im zentralen Mittelmeer noch im Winter fortgesetzt werden soll, sondern auch, dass 2016 zwei weitere Missionen - in Südostasien und im Ägäischen Meer - starten werden.
 
Während der Begriff der Nachhaltigkeit erstmals im Zusammenhang der Landwirtschaft auftauchte, bezieht er sich heute im Kontext der nachhaltigen Entwicklung gleichzeitig auf soziale, ökonomische und ökologische Faktoren. Es meint kurzum eine dauerhafte Entwicklung, die den jetzigen Generationen dient während sie auch künftige Generationen bedenkt und indes nicht in ihrer Bedürfnisbefriedigung einschränkt. Dabei sind im Speziellen die Grundbedürfnisse der ärmsten Einwohner gemeint, die durch eine nachhaltige Entwicklung langfristig und generationenübergreifend befriedigt werden sollen.
 
Die Definition des Begriffs einer NGO ist unscharf und nicht vollends klar festzulegen. Grundsätzlich jedoch gilt, dass NGOs jene NPOs sind, die sich in privater Trägerschaft befinden und Leistungen etwa im Auftrag des Staates (Hilfswerke) oder eigenständig im Bereich der gesellschaftlichen Politik (Umweltschutzverbände) betreiben.

Weiters gilt eine Organisation als NGO, wenn sie in privater Initiative nationenübergreifende politische (Entwicklungspolitik), gesellschaftliche (Menschenrechte) sowie soziale (Humanitäre Hilfe) oder ökonomische Ziele vertritt. NGOs sind privat gegründete Non-Profit-Organisationen, haben keine eigene Gesetzesgrundlage und obliegen meist der Rechtsform eines Vereins.
 
Nieder- oder Niedrigschwelligkeit ist etwa die Inanspruchnahme eines Dienstes mit nur geringem (unbürokratischen) Aufwand für den Nutzenden. Beispielsweise ermöglicht niederschwellige Entwicklungshilfe den hilfsbedürftigen Personen oder Gruppen die angebotene Hilfe ohne benötigtem Vorwissen und ohne schwer erfüllbaren Vorbedingungen in Anspruch zu nehmen. Die Niederschwelligkeit sozialer Angebote oder Dienste meint also, dass diese räumlich (z.B. behindertengerecht) und zeitlich (z.B. Öffnungszeiten) gut erreichbar, sowie nützlich (an Bedürfnissen orientiert) und nicht diskriminierend (ohne soziale Ausgrenzung) sind.
 
Die Grundlage einer NPO ist die deutliche Abgrenzung zu einem gewinnorientierten Unternehmen (For-Profit) oder einer öffentlichen Behörde der Staats- und Kommunalverwaltung; sie sind nicht in erster Linie von Gewinngenerierung geleitet, sondern folgen einem sinnvollen gesellschaftlichen Zweck. Etwaige Gewinne und Überschüsse dürfen nicht an Eigentümer oder Mitglieder ausgeschüttet werden und dienen vollends der Reinvestition in die Organisation. NPOs können darüber hinaus privat (Verein, Stiftung, etc.) oder vom Staat (Öffentliche Verwaltung, öff. Betriebe wie Schulen) gegründet werden.

Ferner wird zwischen Eigenleistungs- und Drittleistungs-/Fremdleistungs-NPOs differenziert; Eigenleistungs-NPOs sind Vereine und Verbände, deren Leistungen ausschließlich den eigenen Mitgliedern (kollektive Eigenbedarfsdeckung) dienen, während Drittleistungs-NPOs auf die Erbringung von Leistungen (Hilfe, Unterstützung, Förderung) für Dritte bedacht ist. Die drei Tätigkeitsfelder von NPOs sind die kollektive Selbsthilfe von Gruppen, die karitative Fremdhilfe und die Interessensvertretung.
 
Die Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit, Official Development Assistance (ODA), fasst das zur Verfügung stellen von finanziellen, technischen und personellen Leistungen im Rahmen der Öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit zusammen und bietet Entwicklungsländern der DAC-Länderliste spezielle Zuwendungen, wie etwa Zuschüsse und Darlehen.
 
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), umfasst 34 Mitliedstaaten und hat ihren Sitz in Paris. Die OECD gilt heute als Forum für Regierungen, um mittels Erfahrungsaustausch Lösungen für marktwirtschaftliche Probleme zu erarbeiten. Laut ihrer Konvention sind die Ziele der Organisation, eine optimale Wirtschaftsentwicklung, hohe Beschäftigungsrate und einen steigenden Lebensstandard der Mitgliedstaaten zu bezwecken, sowohl in den Mitgliedstaaten, als auch in Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum zu fördern und eine Ausweitung des Welthandels auf vielseitiger Grundlage zu erreichen.
 
In den 1960er Jahren entwickelte sich die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) aus privaten Kontakten und Entwicklungshilfeaktivitäten heraus und unterstützt bis heute Millionen von Menschen in Afrika, Asien, Südost- und Osteuropa sowie der Karibik. Mittels langfristiger Projekte leistet die OEZA in den Partnerländern Hilfe zur Selbsthilfe, unterstützt dabei, Armut zu lindern, natürliche Ressourcen zu schützen, Frieden und Sicherheit zu fördern und die Lebensbedingungen der BewohnerInnen nachhaltig zu verbessern.

Strategien und Programme der OEZA werden von dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten geplant. Die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, die Austrian Development Agency (ADA), setzt diese in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen, NGOs und Unternehmen um.
 
Partizipation im sozialen Kontext meint die Teilhabe an Entscheidungsprozessen und wird etwa durch soziale Inklusion und Empowerment bedingt. Partizipation im Sinne von Bürgerbeteiligung trägt zum Aufbau von sozialem Kapital bei und stärkt somit soziales Vertrauen. Die Niederschwelligkeit eines Angebots oder Dienstes ist unabdingbar für die Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen.

Im direkten Zusammenhang mit der Entwicklungszusammenarbeit hat der Begriff der Partizipation einen nicht zu vernachlässigenden Stellenwert, da es unmittelbar zu Erfolg und Nachhaltigkeit der jeweiligen Projektarbeit beiträgt. Wesentliche Elemente der partizipativen Entwicklungszusammenarbeit sind dabei die Zielgruppenorientierung und die Berücksichtigung soziokultureller Bedingungen. Als Beteiligungsformen der Partizipation bei der unmittelbaren Projektarbeit gelten Information und Konsultation, Mitwirkung, Mitentscheidung sowie Eigenverantwortung und Selbstbestimmung.
 
"Resettlement" (zu Deutsch: Umsiedlung) bezeichnet die dauerhafte Neuansiedlung anerkannter Flüchtlinge in einem Drittstaat, der den Personen Schutz gewährt und diese bei der Integration in dem jeweiligen Land unterstützt.

Das UNHCR organisiert im Zuge der Kooperation mit einigen Staaten Resettlement-Programme, wodurch jährlich rund 80.000 besonders bedürftige Flüchtlinge die Möglichkeit erhalten, in einem Aufnahmeland ein neues Leben aufzubauen.

Die meisten Flüchtlinge werden aktuell von den USA (2012: 53.035), Australien (5.079), Kanada (4,755), Schweden (1.483) und Norwegen (1.137) im Zuge von Resettlement-Programmen aufgenommen.
 
Anhand der Wirtschaftskraft beziehungsweise der Industrialisierung eines Landes, wird gemessen, ob es als Entwicklungsland, als Schwellenland oderbereits als Industrieland gezählt wird. Schwellenländer sind demnach nicht exakt definiert und gelten als Länder, die sich auf dem Werdegang zu einem Industrieland befinden. Erkennbar sind jene Staaten an einem hohen Wirtschaftswachstum und raschen Industrialisierungsfortschritten, jedoch können sich die sozialen Indikatoren - im Gegensatz zu den ökonomischen - nicht ebensorasch entwickeln und so sind etwa Alphabetisierungsrate, Lebenserwartung und Säuglingssterblichkeit vergleichsweise entwicklungsrückständig.
 
2009 wurde die Spendenabsetzbarkeit in Österreich eingeführt, welche laut Fundraising Verband Austria von 18 % aller österreichischen Steuerpflichtigen genutzt wird. Die Spendenabsetzbarkeit ist demnach nicht nur an gewisse Einrichtungen (begünstigte Spendenempfänger) begrenzt, sondern auch an Höchstgrenzen gebunden. Die Spenden sind aus dem Betriebsvermögen oder Privatvermögen abzugsfähig.

Differenziert wird unter 1) gesetzlich ausdrücklich aufgezählten spendenbegünstigten Einrichtungen und 2) durch Bescheid festgelegte spendenbegünstigte Einrichtungen. Letztere beinhalten laut Bundesministerium für Finanzen jene Spendenempfänger, welche "die wissenschaftliche Forschung und Lehre betreiben oder mildtätige Zwecke bzw. Zwecke der Entwicklungs- und/oder Katastrophenhilfe oder Umwelt-, Natur- und Artenschutz-Zwecke verfolgen oder Tierheime betreiben". Weiters muss ein Verein mindestens 36 Monate durchgängig gemeinnützig tätig sein und seine Verwaltungskosten dürfen 10% der Spendeneinnahmen nicht übersteigen, bevor dieser in die Liste der spendenbegünstigten Einrichtungen des Bundesministeriums für Finanzen aufgenommen werden kann.

Steuerlich begünstigte Spendenempfänger lassen sich nach drei Kennziffern der Registrierungsnummern (jeweils zwei Buchstaben und vier Ziffern) unterteilen; "SO" steht für karitative Einrichtungen, "FW" für Wissenschaftseinrichtungen und "SV" für Spendensammeleinrichtungen.
 
Bereits 1989 nahm UNICEF eine Einteilung der Definition des Straßenkindes vor und unterteilte in "Kinder der Straße" und "Kinder auf der Straße". Die sogenannten "Kinder der Straße" sind demnach jene Kinder, welche nach allgemeinem Sprachgebrauch als "eigentliche Straßenkinder" bezeichnet werden; sie haben etwaige Beziehungen zu ihren Familien abgebrochen, leben und übernachten auf der Straße, sind obdachlos, die Straße ist ihr einziger Lebensraum sowie Lebensmittelpunkt.

Die "Kinder auf der Straße" gelten als Straßenkinder im weiteren Sinn; sie haben im Gegensatz zu den "Kindern der Straße" Kontakt zu ihren Familien und ihrem Zuhause und schlafen auch da. Die "Kinder auf der Straße" verbringen mit oder ohne Angehörigen allerdings auch einen Großteil ihrer Zeit auf der Straße, sie werden zu Hause meist sich selbst überlassen, besuchen keine Schule und verbringen Zeit auf der Straße, um etwa durch Drogenverkauf oder Betteln Geld zu verdienen, wozu sie meist von ihren Familienangehörigen animiert werden.
 
Das Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS), auf Deutsch das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV und AIDS, ist ein Programm der UN mit der Intention, die Koordination der HIV/AIDS-Pandemie Aktivitäten einzelner Länder im Kampf gegen HIV und AIDS zu übernehmen.

UNAIDS entstand 1996 aus dem Global Program on HIV/AIDS der WHO um die Aktivitäten der Programme verschiedener Staaten mittels Bündelung und Koordination effektiver zu machen.
 
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) ist ein Ausschuss der Hauptversammlung der UNO, welcher seit 1965 besteht und gänzlich aus freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten finanziert wird. Gemeinsam mit den lokalen Regierungen arbeitet das UNDP daran Entwicklungsherausforderungen zu bestreiten und die jeweiligen Millenniumsentwicklungsziele der Entwicklungsländer zu erreichen. Spezielles Augenmerk wird dabei vermehrt auf die Least Developed Countries (LLDC), also auf die "am wenigsten entwickelten Länder", gelegt.

Die Aufgabenfelder des Entwicklungsprogramms der UN in den unterstützen Ländern sind:
  • demokratische Regierungsführung (technische Hilfe und Politikberatung beim Übergang zu demokratischen Systemen)
  • Armutsbekämpfung
  • Krisenprävention (Reduktion des Risikos bewaffneter Konflikte)
  • Energie und Umwelt (Förderung einer nachhaltigen Entwicklung)
 
Die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) ist die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung/Bildung, Wissenschaft und Kultur und macht es sich seit ihrer Gründung 1945 zur Aufgabe, die Bereiche Erziehung, Wissenschaft und Kultur, als auch Kommunikation und Information international zu fördern.
 
Der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR), ist eine Behörde und ein persönliches Amt der UN und befasst sich mit dem internationalen Schutz von Flüchtlingen und Vertriebenen. Das Hochkommissariat wurde 1950 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes des Friedensnobelpreisträgers Fridtjof Nansen gegründet, gilt als Spezialorgan der Vereinten Nationen und hat seinen Sitz in Genf.
 
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) ist eine Abteilung des UN-Sekreteriats für die Zusammenführung humanitärer Akteure, um in Notsituationen eine kohärente Reaktion zu gewährleisten.

Das Aufgabengebiet der UNOCHA umfasst:
  • Das Mobilisierung und Koordinierung effektiver humanitärer Aktivitäten in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Akteuren, um menschliches Leid in Katastrophen und Notlagen zu lindern,
  • den Einsatz für die Rechte von Menschen in Not,
  • die Förderung von Vorsorge und Prävention,
  • sowie die Unterstützung nachhaltiger Lösungen.


 
 
Die Weltbankgruppe mit Sitz in Washington umfasst insgesamt fünf Organisationen; die Weltbank im engen Sinn ist die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD/World Bank). Weitere sind die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA), die Internationale Finanz-Corporation (IFC), die Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) und das Internationale Zentrum für die Beteiligung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID).

Die Organisationen haben nennenswerte Funktionen für die Entwicklungszusammenarbeit; Die IBRD oder Weltbank macht es sich zur Aufgabe, die wirtschaftliche Entwicklung von Entwicklungs- und Transformationsländern zu fördern, die IDA hat eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der Strategien zur Armutsbekämpfung der gesamten Weltbankgruppe, indem sie etwa Kredite zu äußerst günstigen Bedingungen gewährt, die IFC unterstützt Entwicklungsländer, indem sie etwa das Wachstum des privaten Sektors fördert und die MIGA hat das Hauptziel ausländische Direktinvestitionen in Entwicklungsländer zu fördern.
 
Das UN World Food Programm (WFP) ist das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und zugleich die wichtigste Institution der UN im Kampf gegen den weltweiten Hunger. Das WFP versorgt jährlich Millionen von Menschen in Notsituationen, bedingt durch Naturkatastrophen und/oder gewalttätige Konflikte, mit Nahrung und führt im Falle einer dauerhaften Ernährungsnotlage nachhaltige Entwicklungsprojekte durch. Die an erster Stelle der Millenniumsentwicklungsziele genannte Reduktion der Anzahl weltweit Hungernder, gilt als Hauptintention des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.
 
Die World Health Organization (WHO), Weltgesundheitsorganisation, ist eine der internationalen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen mit Schwerpunkt auf das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Ihre Mission ist die weltweite Erreichung des bestmöglichen Gesundheitsniveaus aller Menschen, wobei Hauptaugenmerk auf die Bekämpfung von Infektionskrankheiten und die Förderung der allgemeinen Gesundheit der Weltbevölkerung gelegt wird.
 
Verliehen wird es durch die österreichische Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) nach der Prüfung durch einen von der Non-Profit-Organisation (NPO) selbst beauftragten Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Geprüft werden über 300 Einzelfragen, unter anderem die ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder. Es gibt allerdings keine Limits für die Höhe von Werbe- und Verwaltungsausgaben, die "Kosten für Personalaufwand, Werbung, Selbstdarstellung und Spendensammlung" müssen lediglich "angemessen" sein.

Ein veröffentlichter Jahres- und Finanzbericht sind Pflicht. Die Organisationen verpflichten sich auch, keine unerbetenen Telefon-, Telefax- oder E-Mail-Werbe-Vorgänge ohne Vorkontakte zu unternehmen.

Das Spendengütesiegel wird immer nur für ein Jahr verliehen, es kostet die NPO neben dem Honorar für den Wirtschaftstreuhänder eine Bearbeitungsgebühr von 220 Euro (bei weniger als 100.000 Euro Spendeneinnahmen pro Jahr 83 Euro) plus 50 Euro Werbekostenbeitrag.

Rund 240 Organisationen haben das Österreichische Spendengütesiegel.