Afghanistan, seit über drei Jahrzehnten vermint

GGL ko-finanziert die Entminungspläne und Aufklärungskampagne ihres Projektpartners. In den letzten Jahren kamen ausschließlich Zivilpersonen durch Landminen um.

Die Schweizerische Stiftung für Minenräumung (FSD, Fondation de Deminage) ist seit 2012 im afghanischen Distrikt Darwaz aktiv, in der nordöstlichen Provinz Badashkshan an der Grenze zu Tadschikistan. Die Organisation schätzt, dass hier seit dem sowjetischen Afghanistankrieg in den 1980er Jahren ein rund vier Millionen Quadratmeter großes Areal vermint ist. So ereigneten sich allein im Jahr 2013 ein Drittel aller weltweiten Minenunfälle in Afghanistan, die Opfer waren allesamt ZivilistInnen, die Hälfte Kinder. 2014 konnte das Team von FSD 2.873 Landminen und über 10.000 Blindgänger in Darwaz entschärfen.

Diese Zahlen machen deutlich, wie akut die Bedrohung durch Landminen für die Bevölkerung des Distrikts ist. Deshalb unterstützt Gemeinsam gegen Landminen (GGL) die Aufklärungskampagne des Projektpartners: FSD verteilt Unterrichtsmaterialien an Schulen und gibt Minenrisiko-Schulungen, um Kinder über die drohende Gefahr aufzuklären.

Damit das Programm auf den gesamten Distrikt ausgweitet werden kann, sammelt GGL Spenden in Höhe von 13.600 Euro. Um diesen Betrag kann Infomaterial für 2.000 Kinder und 200 Minenwarntafeln bereitgestellt werden, wobei eine Tafel 18 Euro und die Schulungsteilnahme inklusive Material 25 Euro für fünf Kinder kosten.
22.05.2018