Ein Gesundheitszentrum für Azraq

Durch medizinische Betreuung soll die Lebenssituation von syrischen Flüchtlingen, die an einer Hör- oder Sehbehinderung leiden, verbessert werden.

Rund 40.000 geflüchtete Menschen aus Syrien, die im Nachbarland Jordanien ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben, leben im Flüchtlingscamp Azraq. 60 Prozent davon sind Kinder. Die schon schwere Situation der Flucht und Anpassung an die neue Umgebung ist für Menschen mit Behinderung zusätzlich problematisch. Denn: In Jordanien ist "Behinderung" eine stark tabuisierte Thematik. Das Gesundheitszentrum der Diakonie Katastrophenhilfe soll den Betroffenen dabei helfen, sich besser im neuen Leben zurecht zu finden. Der Großteil der Begünstigten sind Kinder.

Die österreichische Organisation arbeitet zusammen mit der Partnerorganisation IOCC, (International Orthodox Christian Charities) daran die Situation für Menschen mit Behinderung in Jordaniens Flüchtlingscamp Azraq zu verbessern. Durch Hör- und Sehdiagnosen, als auch die Ausstattung mit passenden Brillen und Hörgeräten wird den Menschen ermöglicht, am alltäglichen Leben teilzunehmen. Einfache Tätigkeiten wie Nachrichten lesen und Kontakt zu der vielleicht noch in Syrien lebenden Familie aufzunehmen, wird den Flüchtlingen dadurch wieder ermöglicht. Zudem arbeitet die Organisation daran, der Tabuisierung des Themas entgegenzuwirken und die Bewusstseinsbildung zu fördern. Seit einiger Zeit werden auch Freizeitaktivitäten organisiert, um (die im Camp fehlenden) Beschäftigungsmöglichkeiten für Betroffene anzubieten.

Spendenhinweis

Weitere Hilfsprogramme in Syrien sowie Syriens Nachbarländern, die von lokalen Diakonie-Partnern und offiziellen ACT-Alliance-Mitgliedern durchgeführt werden, finden Sie hier. Die einzelnen Projekte sind zwar auf Geldspenden angewiesen, jedoch können sie nicht separat unterstützt werden: Sie alle profitieren von Spenden, die unter dem Verwendungszweck "Nothilfe Syrien" bei der Diakonie Katastrophenhilfe eingehen. Daraufhin verteilt die Organisation das Geld nach Bedarf.
25.07.2019