Eine Anlaufstelle für Opfer von Gewaltverbrechen

Häusliche Gewalt ist in Rumänien keine Seltenheit. Anlaufstellen für Opfer schon.

Psychische Unterdrückung, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, sexueller Missbrauch, Menschenhandel. Gewalt an Frauen kann viele Formen annehmen. In Rumänien allein werden der Polizei jährlich rund 20.000 Fälle häuslicher Gewalt gemeldet, die Dunkelziffer jedoch um ein Vielfaches höher geschätzt. Obwohl es ein dermaßen gravierendes Problem darstellt, fehlt vor allem eines in dem Land: Anlaufstellen für betroffene Personen.

Das Projekt von Jugend eine Welt unterstützt deshalb das in Bukarest seit 2009 tätige Zentrum für Opfer von häuslicher Gewalt und Menschenhandel der NGO SOLWODI (Solidarity with women in distress – Solidarität mit Frauen in Not). Die Mitarbeiterinnen im Frauenschutzzentrum kümmern sich um Betroffene und nehmen sich den psychologischen Traumata und Problemen der Betroffenen an. Die Frauen werden einerseits dabei unterstützt aus den gewalttätigen Situationen auszubrechen, andererseits helfen die Mitarbeiterinnen ihnen bei ihrer körperlichen und psychischen Genesung. Durch psychologische und rechtliche Beratungen, Therapien und Workshops soll darauffolgend auch die Re-Integration der betroffenen Frauen zurück in die Gesellschaft gelingen.
29.11.2019