Mikrokredite für Frauen in Niger

Der Niger ist laut UN-Statistik derzeit das ärmste Land der Welt.

Das westafrikanische Land Niger ist laut Human Development Index der UNO derzeit das ärmste Land der Welt. Zwei Drittel des Landes sind Wüste und können landwirtschaftlich nicht oder kaum genutzt werden. Das Klima ist besonders im Norden extrem trocken.

Aufgrund der extremen Armut verlassen viele Männer ihre Familien und wandern in die Nachbarländer ab, um Arbeit zu suchen. Die Frauen sind dann auf sich selbst gestellt und müssen ihre Kinder allein aufziehen.

In der Region um Agadez ist die Frauenkooperative TEDHILT tätig. 30-35 Frauen treffen sich einmal pro Woche und zahlen kleine Beiträge für die Krankenversicherung ein.

Mit Mikrokrediten in der Höhe von 50 bis 100 Euro können sich die Frauen kleine Einkommen erwirtschaften. Sie kaufen und verkaufen beispielsweise Feuerholz, flechten Matten für den Hausbau und anderes mehr. Innerhalb von zwei Jahren sollen die Frauen den Kredit wieder an TEDHILT zurückzahlen. "Diese kleinen Beträge können im extrem armen Niger viel bewirken", beschreibt Amina, sie tragen zum Familieneinkommen bei und machen die Frauen unabhängiger.

Amina unterstützt die Projektarbeit von TEDHILT finanziell, im Jahr 2017 sollen es 3.500 Euro sein.
22.11.2017