Footprint

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© Walter Grösel

Der Verein unterstützt von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen in Österreich und steht im Kampf gegen Frauenhandel an vorderster Front.

Nach einer universitären sowie praxisnahen Auseinandersetzung mit der Thematik Frauenhandel, gründeten Hannah-Isabella Gassner und Hannah Lux Footprint im Jahr 2011. Ziel des Vereins ist es, Frauen, die von Gewalt und/oder Frauenhandel betroffen sind, einen Ausweg aus der prekären Situation zu bieten.

Menschenhandel und häusliche Gewalt

Österreich gilt nicht nur als Transit- sondern auch als Zielland von Menschenhandel. Jährlich sind österreichweit ungefähr 350 Menschen von dieser modernen Form der Sklaverei betroffen. Als Opfer sind Frauen vor allem in Situationen der Zwangsprostitution, -arbeit oder -heirat gefangen. Aufgrund einer fehlenden Aufenthaltsgenehmigung holen sich Betroffene aus Angst vor einer Abschiebung keine polizeiliche Hilfe. Für die Unterstützung der Mädchen und Frauen bietet Footprint sozialrechtliche Beratung.

Neben Frauenhandel ist auch die häusliche Gewalt ein Schwerpunktthema des Vereins. Schätzungsweise jede fünfte Frau in Österreich ist von Gewalt durch Familienangehörige betroffen. Footprint erläutert den gewalttätigen Akt folgendermaßen: "Häusliche Gewalt ist definiert als körperliche, psychische, sexuelle, soziale und finanzielle Gewalt, die innerhalb einer Intim- oder Familienbeziehung zwischen Erwachsenen ausgeübt wird und Kontrolle und Machtausübung zum Ziel hat." Erneut bleiben Frauen aus Angst und Verzweiflung lieber in einer gewaltsamen Beziehung, als sich auf eine Lebensumstellung einzulassen. Auch hier hilft der Verein Betroffenen.

Durch individuell angepasste Beratung werden Frauen und Mädchen dabei unterstützt, in eine bessere Zukunft zu starten. Footprint ermöglicht beispielsweise die Begleitung bei Behördengängen, Beratung zu themenspezifischen Anliegen als auch Vermittlungsarbeit und Hilfestellungen für Fortbildungswege.

Der Verein bietet einen bedingungslosen Rückzugsort, der die Anonymität der Frauen bewahrt. Ein Großteil der Hilfesuchenden wird in weiterer Folge an Frauenhäuser oder andere Unterkünfte vermittelt.

Der Verein wird durch Spenden, Mitgliedschaften, Charity-Events, Preisgelder, Sponsorings und Kursgelder finanziert; im Jahr 2018 waren das insgesamt 21.500 Euro. Spenden an den Verein sind steuerlich absetzbar.
11.06.2019