Förderung benachteiligter Romnija

Das Welthaus-Projekt unterstützt das Frauennetzwerk "Agentinnen der Gleichberechtigung" zur Förderung von Roma-Frauen in der nordöstlichen Slowakei.

Die Roma sind nach den Ungarn die größte Minderheit in der Slowakei, offiziell sind es 2% der Bevölkerung, in Wahrheit dürften es wohl eher um die 10% sein. Bis heute sind die Roma massiver Diskriminierung bis hin zu körperlichen Übergriffen ausgesetzt. Oftmals reicht die Angabe der Wohnadresse, wenn sie denn im Ghetto liegt, aus, um Vorurteile auszulösen.

Der Verein SPOLU ("zusammen" auf Slowakisch), langjähriger Projektpartner von Welthaus, berät und schult schwerpunktmäßig andere NGOs, die sich für Roma und Romnija in der Slowakei einsetzen. Ziel ist jeweils der Abbau von Vorurteilen, eine Verbesserung der Lebenssituation der Roma-Familien und nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe.

Im Zuge des aktuellen Welthaus-Projekts werden in Kooperation mit SPOLU sechs Frauengruppen in der Region Zips mittels Schulungen zu den Themen Projektmanagement und Gleichberechtigung gefördert. Das Empowerment der marginalisierten Frauen hat einen umfassenden Nutzen für die gesamte Regionalbevölkerung.

Auch Kindergarten- und Nachhilfegruppen sowie Rechtsbeistand werden geboten. Das Netzwerk der Frauen aus den sechs Gemeinden nennt sich "Agentinnen der Gleichberechtigung".
16.08.2016