Flüchtlingshilfe in Oberösterreich

Seit 2004 arbeitet die Flüchtlingshilfe im Auftrag des Landes Oberösterreich in der Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde.

Mit diesem Projekt hilft die Caritas Oberösterreich auf vielfältige Weise Asylsuchenden und Fremden, laut Definition Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft, im Bundesland. Da dies im Auftrag der Landesregierung geschieht, übernimmt diese größtenteils auch die Finanzierung. Spenden werden in diesem Bereich ausschließlich dann eingesetzt, wenn sie dafür zweckgewidmet wurden.

Die Hauptaufgabe bei diesem Projekt ist die Betreuung, Beratung und Unterbringung von AsylwerberInnen im Rahmen der Grundversorgung. Dies geschieht in 14 Flüchtlingshäusern der Caritas selbst und in acht Privatquartieren, die seitens der Caritas betreut werden. In vier Regionalstellen (Linz, Grein, St. Georgen im Attergau und Wels) wird Beratung (vor allem soziale und rechtliche Fragen) angeboten. Die Auszahlung der Grundversorgung für privat Wohnende geschieht ebenfalls über diese Büros.

AsylwerberInnen, die in privaten Quartiers untergekommen sind, erhalten durch die Flüchtlingshilfe der Caritas mobile soziale Beratung. Zusätzlich werden auch Deutschkurse und Dolmetscherdienste durch dieses Projekt angeboten.

Außerhalb der Grundversorgung gibt es weitere Tätigkeiten der Flüchtlingshilfe. Die Rückkehrhilfe unterstützt AsylwerberInnen und MigrantInnen, die freiwillig in ihre Heimat zurückkehren wollen. Oftmals die einzige und würdevolle Alternative zu einer drohenden Abschiebung. Zusätzlich werden verschiedene Integrationsprojekte gefördert.

Die Caritas Linz gibt folgenden Kosten für die Grundversorgung in ihren Häusern an:
  • Lebensmittel pro Erwachsene/r im Monat: 165 Euro (Kinder 212 Euro)
  • Bekleidung für eine Person pro Jahr: 150 Euro
  • Schulbedarf pro Kinder im Schuljahr: 200 Euro
  • Freizeitaktivitäten pro Person im Monat: 10 Euro (wird nicht ausbezahlt, sondern nur für gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Betreuung)
09.06.2017