Flüchtlingshilfe für die Zentralafrikanische Republik

In den vergangenen Jahren ist die Gewalt im Land wieder eskaliert, Tausende Menschen mussten ihr Zuhause verlassen und wurden zu Flüchtlingen.

Seit dem Ende der französischen Kolonialherrschaft im Jahr 1960 hat die Zentralafrikanische Republik noch keine dauerhafte Friedensperiode erlebt. Mehrere Versuche, eine demokratische Regierung einzuführen, wurden von Revolten und Umstürzen gestört.

Der Putsch und die darauf folgende Machtübernahme durch die Rebellenkoalition Séléka im März 2013 hat bis heute große Auswirkung auf das Land, obwohl die Anführer bereits im Jänner 2014 zurücktraten. Die Gewalt eskalierte in dieser zehn Monate andauernden Periode in solchem Maße, dass Frankreich (im Namen der UNO) und die Afrikanische Union Truppen entsandten, um die Situation in der Zentralafrikanischen Republik zu stabilisieren.

Im Dezember 2015, nachdem es Ende September wieder zu tödlichen Unruhen in der Hauptstadt Bangui gekommen war und rund 800 Rebellen aus der Gefangenschaft befreit wurden, rief die Séléka die unabhängige Republik Dar el Kuti im Norden des Landes aus.

Über die vergangenen Jahrzehnte sind unzählige Menschen in der Zentralafrikanischen Republik in die Flucht getrieben worden. Zigtausende leben seither auf dem Gelände des Flughafens der Hauptstadt. Der Erzbischof von Bangui, Dieudonné Nzapalainga, ist auch Vorsitzender der Zentralafrikanischen Bischofskonferenz und Caritaspräsident des Landes. In seinen Funktionen organisiert er Lebensmittel und weitere Hilfeleistungen für Binnenflüchtlinge. Kirche in Not hat ihm eine Unterstützung in Höhe von 112.000 Euro zugesichert.
01.06.2016