Flüchtlingsdrama Syrien

Millionen Menschen brauchen Hilfe.

Die Katastrophe begann im März 2011. Über fünf Jahre ist es her, dass in Syrien der arabische Frühling in einem Bürgerkrieg endete. Millionen Menschen sind inner- und außerhalb des Landes auf der Flucht, beinahe die Hälfte davon Kinder. Die meisten fliehen nach Jordanien und Libanon: über 4,8 Millionen Flüchtlinge haben in den Nachbarländern Syriens Zuflucht gefunden. Die Lage in Syrien spitzt sich indes weiter zu.

Seit 2011 hat die Caritas Österreich bereits mehr als 17 Millionen Euro für die Nothilfe in Syrien zur Verfügung gestellt. Die Hilfsleistungen – beispielsweise Lebensmittel, Hygieneartikel, Decken, Matratzen, Kleidung und medizinische Versorgung – kommen rund 150.000 Menschen zugute, etwa die Hälfte der Begünstigten sind Kinder.

Hilfe im Irak, Libanon und in Jordanien

Im Irak leben nicht nur 240.000 syrische Flüchtlinge – etwa zehn Millionen IrakerInnen sind selbst auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Versorgung der drei Millionen Menschen, die noch in vom IS besetzten Gebieten leben, gestaltet sich äußerst schwierig.

Nach offiziellen Angaben von UNHCR konnten sich in den vergangen Jahren eine Million SyrerInnen in den Libanon retten, doch die Dunkelziffer dürfte etwa doppelt so hoch sein. Allein über die Caritas unterstützen österreichische SpenderInnen mehr als 18.000 Menschen in dem Küstenstaat, der kaum größer als Kärnten ist.

In Jordanien, südlich von Syrien, leben Schätzungen zufolge 675.000 syrische Flüchtlinge. Sie werden, wie auch armutsbetroffene jordanische Familien, mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung versorgt. Insgesamt unterstützt die Caritas über 78.000 Menschen in Jordanien.

Verlorene Kindheit

Fast zwei Millionen Flüchtlingskinder befinden sich im Ausland, circa sechs Millionen Kinder sind innerhalb Syriens auf der Flucht, an einen geregelten Schulbesuch ist meistens nicht zu denken. Sie wurden ihrer Heimat, Kindheit und Zukunftschancen beraubt.

In den Aufnahmeländern sind zu wenige Schulplätze vorhanden, durch die Flucht haben die Kinder große Bildungslücken. Die Caritas bietet rund 8.500 schulpflichtigen Flüchtlingen im Libanon und in Jordanien Nachhilfeunterricht an, um den versäumten Lernstoff nachzuholen.

Spendenhinweis

Unter "Hilfe für Syrien" fasst die Caritas Österreich mehrere Hilfsprogramme zusammen, die im Detail auf der Website der Organisation beschrieben werden. Dazu zählen auch Hilfseinsätze in den Nachbarländern Syriens, wie etwa dem Irak, dem Libanon und Jordanien, als auch die aktuelle Nothilfe für die Bevölkerung der umkämpften Stadt Aleppo (Stand Dezember 2016).
20.12.2016