Fairtrade-Früchte in Simbabwe

Nahrhafte und bisher vernachlässigte Früchte sollen durch die Bio-Zertifizierung zu einer nachhaltigen Lebensgrundlage für die Bevölkerung Simbabwes werden.

Der im südlichen Afrika gelegene Binnenstaat Simbabwe gehört nach den Bemessungen des Human Development Index zu den Ländern mit einer geringen menschlichen Entwicklung. Von der ländlichen Bevölkerung, die über 60% der Gesamtbevölkerung ausmacht, haben weniger als 70% Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Großteil lebt von Tätigkeiten im Agrarsektor, die Einkünfte reichen jedoch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage des Landes nur noch für die wenigsten aus, um ihre Familien zu ernähren.

Mithilfe von Hilfswerk Austria International und der Unterstützung der Europäischen Union, der Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung (USAID) und der Behörde für internationale Entwicklung des Vereinigten Königreichs (DFID), sollen nahrhafte lokale Pflanzenarten zu einer nachhaltigen Lebensgrundlage für die Bevölkerung werden. Durch die Sicherung eines Zusatzeinkommens soll eine langfristige Linderung der Armut in den Dörfern Simbabwes erreicht werden.
  • Der Marktwert von zehn, bisher von ExpertInnen vernachlässigten, Pflanzen, Ölen und Gewürzen wird ermittelt.
  • Die Kleinbäuerinnen und -bauern werden bei der Vermarktung dieser Produkte unterstützt.
  • Über 4.000 LandwirtInnen nehmen an Schulungen zu nachhaltigem biologischen Anbau teil.
  • Nachdem Hibiskus und Baobab vor kurzem bereits mit dem Fairtraide-Gütesiegel ausgezeichnet wurden, sollen weitere Pflanzenarten zertifiziert werden und auf globalen und lokalen Märkten vertrieben werden.
06.03.2017