Ein Leben ohne Hunger

Der Entwicklungshilfeklub unterstützt von extremer Armut betroffene Menschen in Bangladesch durch Startkapital bei ihrer Existenzsicherung.

Rund ein Fünftel der Bevölkerung Bangladeschs lebt in extremer Armut. Täglich kämpfen diese Familien ums Überleben, selten steht ihnen mehr als eine Mahlzeit am Tag zur Verfügung. Die am stärksten Betroffenen sind zumeist alleinerziehende Mütter, Witwen, Menschen mit Behinderung und Angehörige ethnischer Minderheiten. Sie alle sind Landlose und arbeiten meist auf den Feldern reicherer Bauern.

Vier Monate im Jahr gibt es jedoch sogut wie keine Arbeit auf den Feldern, ohne Arbeit gibt es kein Geld, ohne Geld kein Essen. Um diesen von extremer Armut betroffenen Menschen unter die Arme zu greifen, gründete der Entwicklungshilfeklub gemeinsam mit seiner lokalen Partnerorganisation "Netz" bereits 2004 das Hilfsprojekt "Ein Leben lang genug Reis".

Aufgrund des hohen Bedarfs wird das Projekt nun in weiteren abgeschiedenen Dörfern in fünf nördlichen Distrikten (siehe Karte) fortgesetzt, um auch den dort lebenden Familien künftig ein Leben ohne Hunger zu gewähren:
 

Projektaktivitäten

Das Projekt bietet Hilfe zur Selbsthilfe, indem den Menschen durch die Vergabe eines Startkapitals die Möglichkeit geboten wird, eine Existenzgrundlage aufzubauen. So wird es einer Familie mittels eines Betrags von durchschnittlich 135 Euro etwa ermöglicht, Nutztiere oder ein Stück Land zu erwerben. Ein Anteilstein für eine Person beträgt circa 27 Euro.

Die Projektarbeit konzentriert sich vorrangig auf landlose Familien mit schwer unterernährten Kindern und sehr geringem Einkommen. Die Mütter treffen sich zunächst in Dorfgruppen und entscheiden sich im Zuge der gemeinsamen Überlegungen für eine bestimmte Initiative. Die Frauen werden auch im weiteren Verlauf nach Vergabe des Startkapitals betreut, sie nehmen an fachlichen Schulungen teil und erhalten Rechtsberatung.
01.09.2016