Ernährungssicherung durch Hausgärten

Der Entwicklungshilfeklub unterstützt 600 kleinbäuerliche Familien im Süden der Philippinen durch Saatgut und Landwirtschaftsschulungen.

Im Süden der philippinischen Inselgruppe Mindanao ist die Armut besonders groß; die vorwiegend kleinbäuerlichen Familien der Region leiden vermehrt an zu gering ausfallenden Ernten, die kaum noch zum Überleben reichen. Beinahe ein Drittel der Bevölkerung steht bereits am Rande ihrer Existenz, doch die Erträge verringern sich aufgrund der Klimabedingungen weiterhin.

Wenn die Familien folglich Kredite für chemische Düngemittel aufnehmen, begeben sie sich zudem in einen Teufelskreis, dem sie ohne Unterstützung kaum entrinnen können. Denn auch die Düngemittel können den extremen Wetterbedingungen nicht entgegenwirken; große Hitze gefolgt von schweren Überschwemmungen führen immer häufiger zu existenzbedrohenden Ernteausfällen.

In Kooperation mit lokalen Organisationen unterstützt die englische NGO Oxfam betroffene Familien in Mindanao. Ziel ist es, nachhaltig die Abhängigkeit vom Reisanbau zu verringern und andere Einkommensquellen zu schaffen.

Der Entwicklungshilfeklub unterstützt im Zuge dieses Projekts insgesamt 600 kleinbäuerliche Familien in 55 Dörfern in den südlichen Provinzen Cotabato, Maguindanao und Sultan Kudarat. Die Familien bekommen Saatgut und Setzlinge zur Verfügung gestellt und erhalten damit die Möglichkeit, einen Obst- und Gemüsegarten anzulegen. Diese ermöglichen nicht nur eine ausgewogene Ernährung, sondern stärken auch ihre Unabhängigkeit von der Reisernte.

Die Projektaktivitäten beinhalten außerdem die Errichtung von Saatgutbänken in den Gemeinden, intensive Begleitung und Schulungen in der Herstellung organischen Düngers, dem Auffangen des Regenwassers zur Bewässerung, im Konservieren von Obst und Gemüse sowie dem Verkauf ihrer Erträge.

Die Kosten für einen Hausgarten, Saatgut, Schulungen und Beratung für eine Familie betragen 72 Euro.
05.09.2016