Katastrophenhilfe Erdbeben Nepal

Nach dem verheerenden Erdbeben am 25. April 2015 mit über 8.000 Todesopfern, erschütterte ein weiteres starkes Beben den Himalaya-Staat. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt den Wiederaufbau.

Das Erdbeben der Stärke 7,8 am 25. April 2015 richtete große Schäden in Nepal an, über 8.000 Menschen kamen ums Leben, Zehntausende wurden verletzt, laut UNO wurden 600.000 Häuser zerstört. Jene Gebäude die durch das vorherige Beben bereits beschädigt wurden, stürzten nun bei dem erneuten Erdbeben ein, dessen Stärke bei 7,3 lag.

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet durch lokale Partner der globalen ACT Alliance seit dem Beben Nothilfe in Nepal. Im Jahr nach den verheerenden Erdbeben konnten insgesamt 400.000 Betroffene mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Decken versorgt werden. Bis Oktober 2016 wurde Baumaterial, wie Wellblech und Planen, zur Verfügung gestellt.

Die Sofort- und Nothilfemaßnahmen sind bereits weitgehend abgeschlossen. Die folgenden drei Teilprojekte können aber weiterhin unter dem Kennwort "Erdbeben Nepal" unterstützt werden.

Projekt "Cash-Transfer und nachhaltiger Wiederaufbau" (Gorkha Early Recovery Project)

Die nepalesische Regierung hat erst im Jänner 2016 mit dem Wiederaufbau zerstörter Dörfer begonnen. Knapp 900.000 Häuser wurden stark beschädigt, zwei Drittel davon gar komplett zerstört. Damit der Wiederaufbau so nachhaltig wie möglich durchgeführt wird, unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe ihren lokalen Partner Dan Church Aid bei dessen Bemühung, Menschen aus der Bevölkerung im Bau erdbebensicherer Häuser in regionaler Bauweise zu schulen. Nach dem abgeschlossenen Training werden sie finanziell unterstützt, um mit dem Hausbau beginnen zu können. In einem weiteren Schritt bekommen Communities Geldbeträge zur Verfügung gestellt, um beispielsweise einen Gemeinschaftsteich zur Fischaufzucht anzulegen.

Projekt "Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge in ländlichen Gemeinden"

Nachdem das Nothilfeprogramm bereits weitgehendst abgeschlossen werden konnte, fördert die Diakonie Katastrophenhilfe nun vorranging Hilfsleistungen in der Rehabilitierungs- und Wiederaufbauphase. Diese beziehen sich insbesondere auf Nahrungsmittelsicherung, da rund eine Million Menschen noch auf Lebensmittellieferungen angewiesen sind und weitere 500.000 Hilfe bei der Wiederherstellung ihrer Agrarflächen brauchen.

Die meisten Familien in den betroffenen ländlichen Gebieten sind Kleinbauern. Da alle Ressourcen wie auch die Wasserversorgung zurstört worden sind, können sie keine Lebensmittel mehr anbauen. Der lokale Projektpartner LI-BIRD (Local Initiatives for Biodiversity, Research, and Development) verteilt nun klimabeständiges Saatgut sowie landwirtschaftliche Geräte an insgesamt 16.000 Haushalte in den Regionen Dolakha und Sindhupalchok. Zum Schutz vor künftigen Naturkatastrophen werden Vorsorgepläne entwickelt und Workshops angeboten. So muss sich dringend der Baumbestand in besonders erdrutschgefährdeten Regionen erholen.

Projekt "Soforthilfe für die vom Erdbeben betroffene Bevölkerung"

Dan Church Aid fördert 1.500 Familien in den Bezirken Bhaktapur, Lalitpur, Dhading und Gorkha, deren Häuser durch das schwere Beben am 25. April 2015 zerstört beziehungsweise unbewohnbar wurden. Mithilfe von Cash Transfer sollen bedürftige Menschen unbürokratisch finanzielle Unterstützung erhalten, um ihr Heim wieder aufbauen zu können. Dieses richtet sich in erster Linie an Familien mit Frauen als Familienoberhaupt, Familien mit kleinen Kindern, alte Menschen und Menschen mit Behinderung. Dieses Projekt wird von Nachbar in Not mitfinanziert.

Spendenhinweis

Wenn Sie eines der Wiederaufbau-Programme der Diakonie Katastrophenhilfe in Nepal unterstützen möchten, richten Sie Ihre Spende an das untenstehende Spendenkonto und geben Sie den allgemeinen Verwendungszweck "Erdbeben Nepal" an. Die Organisation verteilt die Spendeneinnahmen nach Bedarf.
14.03.2017