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Eine Kindertagesstätte in Bahir Dar

Arme Familien, alleinerziehende Frauen und speziell junge Mütter stehen in der äthiopischen Stadt Bahir Dar vor dem Problem, fehlender Kindertagesstätten.
Schätzungen von Unicef zufolge, leben rund 300.000 Kinder auf den Straßen der Städte Äthiopiens. In dem ostafrikanischen Binnenstaat leben auch rund 4 Millionen Waisen, 68 von 1.000 Kindern sterben bis zu ihrem fünften Lebensjahr. Auch fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen ist keine Seltenheit, medizinische Versorgungsmöglichkeiten sind rar.

Das Leben in Bahir Dar, einer Großstadt nordwestlich der äthiopischen Hauptstadt gelegen, ist kein leichtes. Um das Auskommen ihrer Familien zu sichern, müssen auch alleinerziehende Frauen einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Nicht selten ist der Arbeitsort die Straße, wo durch den Verkauf verschiedenster Güter das Überleben gesichert werden soll. Die Kinder sind natürlich dabei, denn alleine können sie nunmal nicht zuhause bleiben.

Dass die Straßen der sechstgrößten Stadt Äthiopiens kein guter Ort für ein Kleinkind sind, steht außer Frage. Der Schwesternorden "Daughters of Charity" gründete aus diesem Grund ein Gemeindezentrum inklusive Kindertagesstätte in Bahir Dar, im Armenviertel Kebele 13. Hier werden nicht nur Weiterbildungsmöglichkeiten geboten, auch rund 200 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren werden jährlich betreut und versorgt.

Die professionelle Kinderbetreuungsstätte ist mittlerweile unabdingbar und stets auf Spenden angewiesen. Der Entwicklungshilfeklub möchte einen Beitrag leisten: mit 108 Euro kann einem Kind ein ganzes Jahr lang Betreuung und Versorgung in der Einrichtung in Bahir Dar geboten werden.