Landwirtschaftstrainings für Frauen

Der jahrelange Bürgerkrieg im Südsudan verschlechterte die Ernährungssituation zunehmend. Der Lebensmittelimport aus anderen Ländern wurde für EinwohnerInnen unbezahlbar.

Aufgrund der Abwertung der lokalen Währung kämpfen immer mehr Menschen im Südsudan mit Hunger. Immense Preissteigerungen und Teuerungen von Lebensmittel führen für die EinwohnerInnen, die zumeist mit einem sehr geringen Einkommen leben müssen, zu Nahrungsmittelmangel. Rund 2,8 Millionen SüdsudanesInnen sind von Lebensmittelhilfe abhängig.

Das Projekt der Caritas richtet sich vor allem an Frauen in der Landwirtschaft in den zwei Orten Nyarjwa und Rejaf. Durch Schulungen zu biologischen Anbaumethoden, Kompostierung, Saatgut-Vermehrung, als auch Vermarktung werden die Frauen dabei unterstützt ihre Ernährungssituation zu verbessern und ihr Einkommen durch überschüssige Erträge aufzustocken. Zudem dienen sie als Multiplikatoren - daher tragen die ausgebildeten Frauen das Wissen in die Nachbardörfer weiter und verbessern somit die Situation in der Region zunehmend. Auf lange Sicht wird durch den besseren Anbau und die Kompostierung der oft karge Boden der Region wieder fruchtbar gemacht. Ziel des Projekts ist die Unabhängigkeit der betroffenen Personen von Lebensmittelimporten.
29.05.2019