Dorfschulen in Bangladesch

Mit der Hilfe des Entwicklungshilfeklubs erhalten Kinder in abgelegenen Dörfern Bangladeschs die Möglichkeit, durch Bildung der Armut zu entkommen.

Beinahe drei Viertel der Bevölkerung Bangladeschs leben in ruralen Regionen, die Armut ist hier besonders hartnäckig. Entlegene Regionen des südasiatischen Staates verfügen über kaum Infrastruktur. Da selbst Grundschulen fehlen, bleibt es den EinwohnerInnen Generation für Generation verwehrt, der Armut zu entkommen.

Hier setzt auch schon das vom Entwicklungshilfeklub geförderte Projekt an. Im ländlichen Norden Bangladeschs, wo die Analphabetenrate aufgrund fehlender Bildungseinrichtungen besonders hoch ist, engagieren sich die lokalen Partnerorganisationen des Entwicklungshilfeklubs für marginalisierte Bevölkerungsschichten. Insbesondere Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten werden gefördert, sie erhalten Zugang zu Bildung und somit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Bereits seit zwölf Jahren unterstützt der Entwicklunsgshilfeklub sogenannte Dorfschulen, ein Konzept regionaler NGOs. In einem angemieteten Gebäude, bestehend aus lediglich einem Raum, erlernen rund 30 Kinder in nur vier Jahren den Schulstoff der landesüblich 5-jährigen Grundschule. Nach der anschließenden staatlichen Abschlussprüfung haben die Schulkinder die Möglichkeit eine weiterführende Bildungseinrichtung zu besuchen.

In diesem Jahr wurde erneut um finanzielle Unterstützung gebeten. Um eine Dorfschule für einen Schulzyklus von vier Jahren zu betreiben, werden 6.480 Euro benötigt. Damit erhalten 30 benachteiligte Kinder aus ärmsten Verhältnissen Zugang zu Grundschulbildung.

Aktuell sollen zunächst die Kosten - € 1.620 - für das erste Schuljahr der neuen Dorfschule in Kunderpara gedeckt werden.
18.07.2017