Die Schwestern Maria

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© Walter Grösel

Die katholische Kongregation betreibt Heime und Schulen für Kinder in den Elendsvierteln großer Städte.

Die Schwestern Maria wurden 1964 von Aloysius Schwartz gegründet. Schwartz, als Sohn deutschstämmiger Vorfahren 1930 in Washington geboren, wurde 1957 zum katholischen Priester geweiht und ging noch im gleichen Jahr nach Korea, wo er, bekannt als "Father Al", im Armenviertel von Pusan arbeitete und die Schwestern Maria gründete. Der Name bezieht sich auf den belgischen Wallfahrtsort Banneux, Schwartz hatte in den 1950ern einige Jahre in Belgien studiert.

Heute haben die Schwestern Maria (oder The Sisters of Mary, Las Hermanas de María, Irmas de Maria) ihren Sitz in Biga/Silang auf den Philippinen. Rund 350 Schwestern philippinischer, koreanischer und lateinamerikanischer Herkunft kümmern sich um Kinder vor allem in den Elendsvierteln großer Städte. Die katholische Kongregation unterhält Heime, Hospitäler, Schulen und Lehrwerkstätten in Guatemala, Honduras, Mexiko, Brasilien, Südkorea und auf den Philippinen.

Weltweit leben 20.000 Kinder in Heimen der Schwestern Maria, gut die Hälfte von ihnen auf den Philippinen.

Dort herrschen strenge Sitten: "An sechs Tagen in der Woche ist Schulunterricht und Training in den Lehrwerkstätten", heißt es auf der Homepage schwesternmaria.at. "Die Schwestern versuchen zumeist, den Kindern ein Jahr schneller als regional üblich, den Abschluss zu ermöglichen."

In Guatemala-Stadt, Brasilia und nahe Sao Paulo betreiben die Schwestern Tagesambulanzen, in Südkorea zwei Krankenhäuser mit jeweils 120 Betten.

Der österreichische Verein "Die Schwestern Maria" Hilfswerk für Kinder aus den Elendsvierteln wurde 1990 gegründet, seit 2003 haben die Schwestern Maria das österreichische Spendengütesiegel. Spenden an die Schwestern Maria sind von der Steuer absetzbar.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden in Österreich für die Schwestern Maria 1,29 Millionen Euro gespendet. Der österreichische Förderverein übergibt das gespendete Geld den Schwestern Maria, die über die Verwendung der Gelder bestimmen.

Neben dem österreichischen Förderverein unterstützen auch Organisationen in Deutschland, der Schweiz, den USA, Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden die Schwestern finanziell.

Wir "sind keine Vermittlungsbüros für Adoptionen oder Kinderpatenschaften. Wir möchten, dass die Kinder in ihrem jeweiligen Kulturkreis aufwachsen und dort verwurzelt sind. Wir können auch keine billigen Arbeitskräfte aus Asien oder Lateinamerika vermitteln", betonen die Schwestern Maria.
29.06.2017