Die Johanniter

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© Walter Grösel

Als reine Rettungsorganisation gegründet, leisten die Johanniter in Österreich heute auch Sanitätsdienste, Krankenpflege, Katastrophenhilfe und Erste-Hilfe-Ausbildung.

Johanniter und Malteser teilen sich das Logo – das weiße, achtspitzige Kreuz – und die Geschichte. Beide gehen auf den um 1048 entstandenen Johanniterorden zurück, der 1099 in Jerusalem ein Hospital zur Pflege armer und kranker Pilger gründete.

Der Unterschied zwischen Johannitern und Maltesern: Die Johanniter sind evangelisch, die Malteser, benannt nach dem jahrhundertelangen Ordenssitz Malta, katholisch.

1952 wurde in Deutschland die Johanniter-Unfall-Hilfe gegründet, Anlass war die steigende Opferzahl im Straßenverkehr. 1974 folgte die Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich, mit einem Krankentransportwagen als Einstandsgeschenk der deutschen Johanniter und einer Hand voll Ehrenamtlicher. Als reine Rettungsorganisation gegründet, leisten die Johanniter in Österreich heute auch Sanitätsdienste, Krankenpflege, Katastrophenhilfe und Erste-Hilfe-Ausbildung.

Im katholisch geprägten Österreich betreiben die Johanniter fünf Standorte: Wien und Innsbruck, Orth an der Donau und Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich sowie Patergassen, eine Ortschaft in der Kärntner Gemeinde Reichenau.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe hatte in Österreich im Jahr 2014 exakt 969 MitarbeiterInnen – 538 von ihnen sind ehrenamtlich tätig, 173 Zivildiener und 238 Hauptberufliche.

Pro Jahr werden rund 190.000 Einsätze gefahren, 56% davon waren im Jahr 2015 Krankentransporte - ein Rückgang von 4%.

Im Jahr 2015 besuchten 15.932 Menschen von der Johanniter-Unfall-Hilfe veranstaltete Kurse, die Anzahl der BesucherInnen von Erste-Hilfe-Kursen stieg um 25% an.

Im Jahr 2015 wurden etwa 2,22 Millionen Euro für die Johanniter gespendet.
16.12.2016