Das neue TafelHaus

Die Wiener Tafel braucht Geldspenden zur Deckung der Spritkosten. Und für die Errichtung eines neuen Lagers und Lebensmittelverteilzentrums: das TafelHaus.

Die Wiener Tafel lebt als "unabhängiger Sozial- und Umweltverein", so die Selbstbezeichnung, von der Mitarbeit Freiwilliger, von SponsorInnen, von Mitgliedsbeiträgen und von Spenden. Nach dem Motto "versorgen statt entsorgen" werden Lebensmittel vor dem Müll bewahrt und an Bedürftige verteilt. Geldspenden werden zur Deckung der Spritkosten verwendet. Denn selbst ein gesponserter Fuhrpark fährt nicht ohne Benzin.

Seit Juni 2012 sind täglich fünf Lieferwagen mit bis zu zehn ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern in und um Wien unterwegs, um bedürftige Personen in Sozialeinrichtungen zu versorgen. Der Transport beziehungsweise die Logistik ist dabei das Kerngeschäft der Wiener Tafel, die sich selbst daher auch gerne mal als "Sozialspedition" bezeichnet.

Die Arbeit der NGO steht und fällt damit, den Unternehmen die gespendeten Lebensmittel und Hygieneartikel zum vereinbarten Zeitpunkt abzunehmen und zeitgerecht, je nach Lagerkapazitäten, an die begünstigten Einrichtungen zu verteilen. Diese sind zahlreich: Obdachlosenasyle, Flüchtlingsheime, Mutter-Kind-Häuser, Tageszentren - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Einrichtung professionelle Hilfe anbietet.

1.213 Touren mit insgesamt 95.291 gefahrenen Kilometern schaffte die Wiener Tafel im Jahr 2015. Durch das neue Lager und Verteilzentrum möchte der Verein seine Leistung bis 2020 verdoppeln:

TafelHaus

Mit dem TafelHaus möchte der Verein Großes erreichen. Durch das neue Lager und Lebensmittelverteilzentrum am Großmarkt in Wien-Inzersdorf soll die Menge an geretteten Lebensmitteln (2016: 508.242 kg) ab 2017 in nur drei Jahren verdoppelt werden. Für das Großprojekt sind Investitionskosten in der Höhe von 100.000 Euro veranschlagt, wovon rund die Hälfte bereits gedeckt ist.

Für die andere Hälfte der Projektkosten ist man jedoch noch auf Spenden angewiesen,
  • um das Lager zu renovieren und zu adaptieren,
  • um benötigtes Equipment wie einen Gabelstapler und Küchenutensilien anzuschaffen,
  • um LagermitarbeiterInnen anzustellen und
  • um Kochworkshops für armutsbetroffene Menschen zu organisieren.
Die Wiener Tafel war im Mai 2017 Projekt des Monats. Eine kurze Videoreportage nimmt Sie mit zu einer "Schatzsuche der anderen Art" – der Rettung genießbarerer Lebensmittel.
14.04.2017