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Chay Ya Austria

Der Verein aus Bizau, Vorarlberg, setzt sich für Bildung und Gesundheit in Nepal ein.
© Walter Grösel
© Walter Grösel
Als erste Bergsteiger schafften es die Österreicher Reinhold Messner und Peter Habeler am 8. Mai 1978 den Mount Everest ohne Sauerstoff zu erklimmen. Spätestens seit der geschichtsträchtigen österreichischen Besteigung des 8.848m hohen Gipfels erlangte die Gebirgskette Himalaya und das Land Nepal hierzulande an Bekanntheit. Doch so schön die Natur und Bergregionen im Land sind, so schwer auch die Lebensbedingungen der EinwohnerInnen in den teils sehr abgelegenen Regionen des Himalayas: fehlende Infrastruktur und erschwerte bauliche Verhältnisse führen neben Bildungsarmut und schlechter Gesundheitsversorgung auch zu finanzieller Not in den abgeschotteten Regionen, welche zum Teil nur mit Helikopter erreicht werden können.

Der österreichische Verein Chay Ya Austria widmet seine Hilfsprojekte genau diesen schwer erreichbaren Gebieten des Landes. Entstanden bei einem zufälligen Treffen von österreichischen und nepalesischen StudentInnen im Jahr 2007, verfolgt Chay Ya Austria seit 2011 offiziell als eingetragener Verein das Ziel "ein besseres, gesünderes und glücklicheres Leben für die Menschen in den abgelegenen Berggebieten" zu ermöglichen.
Wir starteten mit jährlichen mobilen Gesundheitscamps inklusive Hygieneschulungen und der Unterstützung von Schulen mit Unterrichtsmaterial, LehrerInnen und warmer Bekleidung für die Kinder.
Der Vereinsname Chay Ya bedeutet aus dem tibetischen übersetzt "Packen wir es an". Mit diesem Motto liegt der Fokus der Hilfsorganisation auf der Umsetzung folgender Programme:
  • Bildung
  • Lernzentren für Menschen mit Behinderungen
  • medizinische Versorgung (Geburtenstationen)
  • Mülltrennung
  • Permakultur-Schulgärten und Bio-Anbauprojekte
  • Empowerment von Frauen und Mädchen
  • Wiederaufbau nach dem tragischen Erdbeben von 2015
  • Katastrophenhilfe

Unter Miteinbezug der lokalen Bevölkerung ist Chay Ya Austria demnach hauptsächlich im nepalesischen Himalaya in der nachhaltigen Armutsbekämpfung tätig. Von dem Gründungsverein in Bizau, Vorarlberg, entstanden mit den Jahren neben Chay Ya Austria vier weitere internationale Organisationen in Nepal, der USA, Schweiz und Liechtenstein, die gemeinsam Projekte planen und umsetzen.

Das Team in Österreich besteht aus 20 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Drei angestellte Mitarbeiterinnen in Teilzeit übernehmen die operativen Aufgaben, darunter auch die Gründerin Sabine Klotz, die sich als Obfrau um die Projektplanung, Monitoring und Evaluation, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Seit seiner Gründung hat das Chay Ya Netzwerk, neben Soforthilfe und Workshops, über 18 Schulen, acht Gesundheitsposten, drei Lernzentren für Kinder mit Behinderung, zwei Bio-Modellfarmen und eine Müllbereitungsanlage gebaut.

Der Verein finanziert seine Tätigkeit aus Spenden ud Fördergeldern. Im Jahr 2020 konnte Chay Ya Austria eine Spendensumme von 847.328 Euro generieren. Über 880.000 Euro wurden für Projektaktivitäten, rund 5.000 Euro für Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Spenden an Chay Ya Austria sind von der Steuer absetzbar. Über das Österreichische Spendengütesiegel verfügt der Verein nicht.

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